Pirat, Hippie oder doch Prinzessin?

Fasnet: Welche Kostüme sind in diesem Jahr gefragt?

Vom Hippie bis zum Bananen-Onesie an der Fasnet. Der Kostüm- und Partyshop Locoria in Lichtenstein-Unterhausen setzt auf große Auswahl vor Ort und Kundennähe statt Onlineshop.

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Stand

Von Autor/in Maren Seehuber

Ein Duft von Popcorn steigt einem in die Nase, wenn man in Lichtenstein-Unterhausen (Kreis Reutlingen) den Kostüm- und Partyshop Locoria betritt. Zusammen mit der Partymusik kommt man direkt in Fasnetsstimmung und Feierlaune. Schon im Eingangsbereich begrüßen verkleidete Schaufensterpuppen in den Trendkostümen dieser Faschingssaison.

Fasnet 2025: Das sind die Kostümtrends

Piraten sind immer ein Dauerbrenner, meint Alexandros Theodosiadis, Besitzer von Locoria. Dieses Jahr sind aber auch die 80er Jahre im Trend. Dafür gibt es sogar Gruppenkostüme, bei denen jeder einen Glitzereinteiler in eigener Farbe trägt. TikTok, aber auch Filme und Serien haben einen großen Einfluss auf die Verkleidungen der Jugendlichen, erklärt Alexandros. Deshalb seien dieses Jahr zum Beispiel die Anzüge aus der Streamingserie Squid Game sehr beliebt.

Kostüme und Kunden aus ganz Europa

Über 15 000 Produkte verkauft Alexandros in seinem Laden in Lichtenstein. Von Schminke und Perücken über einfache günstigen Einteiler bis hin zu mehrteiligen Kostümen mit ausgefallenen Verzierungen. Die meisten Verkleidungen kommen aus Belgien, Holland, Großbritannien und Italien. Alexandros bezieht aber nicht nur seine Kostüme aus ganz Europa, sondern hat auch Kunden von überall her, zum Beispiel aus der Schweiz.

Außerdem habe er viele Stammkunden die immer wieder in seinen Landen kommen. Neben dem Verkauf von Kostümen und Accessoires ist er auch Eventausstatter. Bei den lokalen Vereinen sei er für sein Partyzubehör und Ballone bekannt wie "ein bunter Hund", sagt er selbst.

Alexandros Theodosiadis steht im Gang voller Kostüme und präsentiert zwei Trendoutfits dieser Faschingssaison. Ein Hippiekostüm und ein Piratenkostüm.
Alexandros Theodosiadis ist stolzer Besitzer des Kostüm- und Partyshops Locoria. Auch er geht mit dem diesjährigen Trend und will als Hippie zur Fastnacht gehen, verrät er dem SWR. Maren Seehuber

Nein zum Onlineshop für Kostüme

Lange arbeitete Alexandros Theodosiadis als Versandlogistiker in Reutlingen für einen Onlinehändler, der Kostüme verkauft. Der Onlinehandel war für ihn sehr unpersönlich und er hatte deshalb die Idee einen lokalen Verkauf zu eröffnen. Zuerst startete er eine Testphase mit einem Pop-up-Store. Die Geschäfte liefen so gut, dass er dann vor zehn Jahren einen festen Laden in Eningen unter Achalm eröffnete. Einen Onlineshop zu seinem Laden gibt es nicht. Alexandros besteht auf persönlichen Kundenkontakt.

Manche Händler erklären mich für verrückt, dass ich nicht in den Onlinehandel gehe. Aber der Verkauf übers Internet ist sehr unpersönlich und die Wertschätzung ist gleich null, denn eigentlich kauft man dort ja nur ein Bild.

Viele Kunden schlendern durch die Gänge des Köstümladens und suchen noch nach dem passenden Faschingsoutfit für diese Saison
Vor allem in den nächsten Wochen, aber auch jetzt schon tummeln sich die Kunden in den Gängen voller Kostüme und suchen noch das richtige Outfit für diese Faschingssaison. Maren Seehuber

Kostüme vor Ort: Kundennähe und Einkaufspaß

Seinen Kunden steht er nicht nur beratend zur Seite, sondern bietet für ein schönes Einkaufserlebnis auch kostenlosen Kaffee und Popcorn an. Seine Frau hilft mit, befüllt Luftballone und schminkt auch mal die Kinder. Alexandros Motto: Die Kunden sollen Spaß haben in seinem Laden.

Unsere Stammkunden sind das Ergebnis unseres Services. Der Kunde muss mit einem guten Gefühl rausgehen und gut beraten sein. Wenn Kinder hier reinkommen und Spaß haben, das erfüllt uns.

Direkt an der Hauptstraße in Lichtenstein-Unterhausen hat der Kostüm- und Partyshop Locoria neueröffnet. Passend zum Fasching hängen am Eingang bunte Ballone.
Der Kostüm- und Partyshop feiert 10-jähriges Jubiläum und das am neuen Standort in Lichtenstein-Unterhausen. Hier haben alle Kostüme nun ihren Platz, inklusive einem Partykeller. Maren Seehuber

Seit diesem Jahr in Lichtenstein-Unterhausen

Passend zum zehnten Jubiläum hat Alexandros Theodosiadis seinen Laden jetzt in Unterhausen, seinem Heimatort, neu eröffnet. Dort gibt es noch mehr Platz für all die Kostüme, Accessoires und Partyzubehör. Im Untergeschoss entsteht gerade noch ein Partyraum für Kindergeburtstage. Das Konzept des Eventausstatters: Die Kinder sollen sich oben Verkleidungen aussuchen dürfen und dann im Untergeschoss feiern. Mottoparties werden immer beliebter und so kann Alexandros seinen Laden auch neben der Hochsaison an Fasching und Halloween halten.

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