Viele Menschen haben bei eisigen Temperaturen das sonnige Winterwetter genossen. Auf der Piste der Wintersport-Arena Holzelfingen (Kreis Reutlingen) tummelten sich am Montag 400 bis 500 Menschen mit Schlitten. Allein am Sonntag waren 2.000 Besucher da, so die Betreiber. Der Lift ist derzeit für Rodler freigegeben, fürs Skifahren reicht die Menge an Schnee noch nicht aus. Allerdings hilft eine Schneekanone nach, sie besprüht den unteren Teil der Piste. Familien mit kleinen Kindern, Großeltern - sie hatten sichtlich Spaß und stärkten sich mit Crêpes, Pommes und Getränken.
Naturschauspiel: Bad Uracher Wasserfall gefroren
Auch nach Bad Urach zog es viele Wanderer. Der Wasserfall ist zu großen Teilen gefroren - die Zapfen teils über einen Meter groß. Das Naturschauspiel lockte zahlreiche Menschen an. Viele machten Fotos, Kinder spielten auf dem gefrorenen Fluss. Manch einer wagte sich auf die spiegelglatten Steinstufen Richtung Wasserfall. Etwas, das die Kurverwaltung Bad Urach ausdrücklich nicht empfiehlt. Der Wanderweg rund um den Wasserfall sei zu glatt und daher gefährlich.
Schlittschuh laufen als Winterspaß mit Lebensgefahr
Zugefrorene Seen können ebenfalls gefährlich sein. So warnen etwa Schilder am Hirschauer Baggersee (Kreis Tübingen) davor, die Fläche zu betreten. "Achtung Lebensgefahr! Eisfläche nicht betreten!", heißt es auf einem Schild, das die Stadt Tübingen aufgestellt hat. Trotzdem begaben sich am Wochenende einige auf den See, glitten über das Eis und fuhren Schlittschuh. So auch am Breitenbachsee bei Reutlingen.
Ortspolizeibehörde für Kontrolle der Eisschicht zuständig
Ob die Eisdecke dick genug ist, kontrolliert die jeweilige Ortspolizeibehörde. In Tübingen beauftragt das Ordnungsamt die Feuerwehr oder die DLRG damit, Eisproben zu entnehmen. Allerdings erst, wenn die Temperaturen ununterbrochen deutlich unter null Grad liegen, erklärt ein Sprecher der Stadt. "Solange dies nicht erfolgt ist, ist das Betreten der Eisfläche verboten." Bei den derzeitigen Temperaturen gehe man nicht davon aus, dass auf dem Hirschauer Baggersee eine tragfähige Eisschicht von über 15 Zentimeter über mehrere Tage hinweg erreicht wird.
Schnee ist knapp, Lifte öffnen
Für Skifahrer ist das Wetter auf der Schwäbischen Alb und im Nordschwarzwald zum Wochenende hin noch nicht optimal. Einige Lifte öffnen zwar, ohne Kunstschnee wird's aber schwierig. Zum Skifahren habe es aktuell noch zu wenig Schnee.
Deswegen bleiben der Lift in Albstadt-Tailfingen (Zollernalbkreis) und der Skilift Ruhestein bei Baiersbronn (Kreis Freudenstadt) voraussichtlich erstmal geschlossen. In Lichtenstein-Holzelfingen können dank Schneekanone voraussichtlich ab Sonntag die Heutal-Lifte für Ski- und Snowboardfahrer freigegeben werden. Der Skilift in Albstadt-Ebingen hat dank Kunstschnee über das lange Wochenende bis Dreikönig geöffnet.