Nach acht Jahren unter chinesischer Führung bekommt der Polstermöbelhersteller Rolf Benz aus Nagold wieder Eigentümer aus Deutschland. Ein Investorenkonsortium hat das Unternehmen von der chinesischen "KUKA Investment and Management" übernommen. Die neuen Eigentümer bekennen sich zum Standort Deutschland, der Marke und den Mitarbeitenden, teilt Rolf Benz mit. Die Möbel sollen auch künftig im Nordschwarzwald hergestellt werden.
Investitionen bei Rolf Benz in Nagold geplant
An die Spitze des Aufsichtsrates rückt der Sprecher des Konsortiums Frank Niehage. Er war Vorstandschef eines Onlinebrokers FlatexDegiro. Die neuen Besitzer haben laut Pressemitteilung angekündigt, die Marke Rolf Benz weiterzuentwickeln. Das solle durch gezielte Investitionen, Fokussierung und möglicherweise auch strategische Expansion geschehen, sagte Niehage bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages.
Neue Besitzer wollen Arbeitsplätze im Nordschwarzwald erhalten
Anliegen der neuen Eigentümer sei es, Vertrauen und Perspektive für die Belegschaft zu schaffen. Die Luxus-Polstermöbel sollen auch weiterhin im Nordschwarzwald hergestellt werden. Im Produktionswerk in Mötzingen (Kreis Böblingen) arbeiten rund 230 Mitarbeitende.
Insgesamt beschäftigt das 1964 gegründete Unternehmen rund 480 Mitarbeitende. Die bisherigen Geschäftsführer, Jürgen Mauß und Jens Hofmann, bleiben im Team. Im Januar 2025 starb Rolf Benz, der Firmengründer und Namensgeber des Polstermöbel-Herstellers im Alter von 91 Jahren in Nagold.