Natürlich mit Hut und Sonnenbrille

"Panikrocker" Udo Lindenberg zeigt in Tübingen seine Bilder

Das "Neue Kunstmuseum Tübingen" ist eröffnet - mit viel Prominenz, darunter auch der Musiker Udo Lindenberg. 200 Bilder von ihm sind zur Premiere des neuen Museums ausgestellt.

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Von Autor/in Harry Röhrle

Das Neue Kunstmuseum Tübingen hat am Freitagabend eine rauschende Eröffnung gefeiert. Rund 700 Menschen waren dabei, auch um den Deutschrocker Udo Lindenberg hautnah mitzuerleben. Der 78-Jährige ist der Erste, der in dem neuen Museum ausstellt. Dafür kam er extra von Hamburg nach Tübingen.

So hat SWR Aktuell in der Nachrichtensendung am Freitagabend über die Ausstellungseröffnung berichtet:

Glamour in Tübingen: Soviel Prominenz feiert mit Lindenberg

Die Gästeliste für die Eröffnungsfeier des Neuen Kunstmuseums Tübingen war sehr lang. Vor dem Haupteingang lag ein roter Teppich für die Prominenz: Thomas Gottschalk, Schauspieler Philipp Danne, Alt-Hippie Rainer Langhans, der frühere Fernsehmoderator Fritz Egner und der CDU-Landesvorsitzende Manuel Hagel waren gekommen. Auch Tübingens OB Boris Palmer (parteilos) wandelte über den roten Teppich. Er war sichtlich angetan vom großen Glamour-Faktor in seiner Heimatstadt.

Pressefotografen umringen den Musiker Udo Lindenberg, der mit seinen Gemälden das Neue Kunstmuseum in Tübingen eröffnet
Viel Rummel um Stargast Udo Lindenberg bei der Eröffnung des Neuen Kunstmuseums in Tübingen

SWR-Reporterin Katharina Kregel war vor Ort und hat berichtet, was Besucherinnen und Besucher bei der Ausstellung erwartet:

200 Werke von Udo Lindenberg sind ausgestellt

Udo Lindenberg ist einer der bekanntesten Musiker in Deutschland. Erst 2023 hat er zusammen mit dem Mannheimer Rapper Apache 207 mit dem Titel "Komet" die erfolgreichste Single in der deutschen Chart-Geschichte geschrieben. Seit über 50 Jahren ist Lindenberg im Rock-Business. Aber auch die Malerei hat es ihm angetan.

Ein Bild an einer Wand. Es hängt im Neues Kunstmuseum Tübingen und zeigt ein Selbstportrait von Udo Lindenberg.
Ein frühes Selbstportrait von Udo Lindenberg im Neuen Kunstmuseum

Der Künstler wohnt im Hamburger Hotel Atlantic, von Lindenberg Panikzentrale genannt. Dort hat er auf dem Dachboden ein "Spitzwegstüble". Dort entstehen seine Kunstwerke. Ungewöhnlich sind Lindenberg's "Likörelle", die er unter anderem mit Eierlikör und Blue Curacao gemalt hat. Auch diese Bilder werden in der Tübinger Ausstellung gezeigt.

Kurator Feil und Lindenberg kennen sich schon ewig

Bernhard Feil ist der Kurator des neuen Museums. Er hat den Bau finanziert. Die Kosten: 8,9 Millionen Euro. Feil kenne den Hamburger Künstler schon seit 20 Jahren persönlich, erzählte er dem SWR. Und bereits, als er sein Museum plante, habe er den selbst ernannten Panikrocker direkt darauf angesprochen, ob er Lust habe, dort auszustellen. "Ja, lass mal gucken. Warum denn nicht“, habe Udo geantwortet. Damit ist es die erste Ausstellung in dem Gebäude, das Feil selbst geplant und finanziert hat.

Ein Gemälde von Udo Lindenberg im Neuen Kunstmuseum Tübingen
Knallig und bunt - Udo Lindenberg liebt intensive Farben

Neues Kunstmuseum Tübingen nicht unumstritten

Während der kurzen Bauzeit des Museums gab es Diskussionen in der Öffentlichkeit über den Namen. Der könne suggerieren, dass es sich um ein öffentliches Projekt der Stadt Tübingen handle, so eine CDU-Stadträtin. Die Macher des Museums würden sich mit fremden Federn schmücken. Dazu noch schlug Kurator Bernhard Feil vor, die künftige Haltestelle der Regionalstadtbahn in unmittelbarer Nähe, nach dem Museum zu benennen.

Das Neue Kunstmuseum Tübingen von außen. Es wurde innerhalb kürzester Zeit gebaut.
Das Neue Kunstmuseum Tübingen wurde innerhalb kürzester Zeit hochgezogen. Bernhard Feil ist der Kurator und hat den Bau finanziert. Die Kosten: 8,9 Millionen Euro.

Die nächsten Monate im Kunstmuseum sind voll mit Programm

Die Betreiber des neuen Museums erwarten bis zu 100.000 Besucherinnen und Besucher innerhalb eines Jahres. Allein am ersten regulären Öffnungstag der Udo Lindenberg-Ausstellung werden laut Bernhard Feil knapp 1.000 Menschen erwartet. Die Ausstellung endet am 15.06.25. Danach wird der Freiburger Peter Gaymann im Neuen Kunstmuseum Tübingen ausstellen. Weiterhin sind in diesem Jahr noch Ausstellungen von Baby-Fotografin Anne Geddes und James Rizzi geplant, dessen Nachlass Bernhard Feil verwaltet.

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Autor/in
Harry Röhrle
Harry Röhrle ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.