Beim Festival „Fotografie, Poesie und KI“ rund um Neustadt an der Weinstraße und Umgebung beschäftigt sich der Fotokünstler Elger Esser mit dem Verhältnis von Fotografie, Wirklichkeit und künstlicher Intelligenz.
In seinem Vortrag „Jenseits des Sichtbaren“ geht Esser der Frage nach, was Fotografien über das tatsächlich Sichtbare hinaus vermitteln können – etwa Erinnerungen, Sehnsüchte oder vergangene Erfahrungen.
Die Möglichkeiten der KI sieht der Künstler im Gespräch mit SWR KULTUR dabei vor allem als Herausforderung für die Nachrichtenwelt und den Journalismus, nicht jedoch für die Kunst:
„Die Kunst ist eigentlich die letzte Freiheitsinsel.“ Künstler seien frei, Fehler zu machen, zu lügen und Welten zu erfinden, während bei journalistischen Bildern die Gefahr von Täuschung und Verfälschung besonders groß sei.
Für die Kunst sei künstliche Intelligenz deshalb vielmehr ein neues Werkzeug, dessen Möglichkeiten es sinnvoll zu nutzen und dessen Grenzen es zu verstehen gelte.