Die Bestände des Rebhuhns sind europaweit in den letzten 45 Jahren um über 90 Prozent zurückgegangen. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird das Rebhuhn inzwischen als "stark gefährdet" eingestuft. Auch im Biosphärengebiet Schwäbische Alb sind seit längerem keine Rebhühner mehr gesichtet worden. Um zu verstehen, welchen Lebensraum das Rebhuhn braucht, hat die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets ein Rebhuhn-Monitoring initiiert.
Rund 20 Leute sind zum Monitoring nach Münsingen (Kreis Reutlingen) gekommen. Ranger Florian Holzschuh hat die Interessierten begleitet, ihnen jedoch nicht viel Hoffnung gemacht, dass sie ein Rebhuhn sehen werden. Obwohl er mithilfe einer App auf dem Handy den Balzruf des Rebhuhns abgespielt hat.
Kaum noch Rebhühner auf der Schwäbischen Alb
Der scheue Vogel ist auch auf der Alb sehr rar. Die Bestände sind extrem zurückgegangen. Gründe sind laut Experten, dass es immer mehr monotone Agrarflächen gibt. Außerdem verschwinden immer mehr Büsche, in denen sich die Tiere verstecken können, und der hohe Pestizid-Einsatz schadet ihnen. Das Rebhuhn findet zu wenig Nistplätze und kaum Nahrung, so der Ranger.
Ziel des Monitorings war es, den Menschen die Orte zu zeigen, wo sich das Rebhuhn wohlfühlt. Das sind Brachen und Stoppelfelder, Hecken, Feldraine und Ackerränder zum Verstecken. Blühstreifen und Kräuterflächen sind ebenso wichtig. Das lockt Insekten an, die lebenswichtig für die Küken sind.