Beim WM-Spiel zwischen Deutschland und Curaçao am Sonntag fiel in der deutschen Fankurve eine besondere Flagge auf: eine "Tübingen-Flagge". Genauer: eine Deutschland-Flagge mit einem großen Tübingen-Schriftzug, dem Tübinger Stadtwappen und dem Logo des VfB Stuttgart. Dahinter steckt ein leidenschaftlicher Fußballfan und ein echter Tübingen-Liebhaber.
Ein "verrückter Fußball-Fan" aus Tübingen
Der Tübinger Daniel Langer fährt seit etwa 30 Jahren zu Spielen des VfB und der deutschen Nationalmannschaft. Er selbst beschreibt sich als "verrückten Fußballfan, der mit 16 Jahren ins Neckarstadion gestolpert ist" und der seit 1996 alles für den VfB und die Nationalmannschaft gibt, wenn es möglich ist.
Fußball-Fan will Tübingen in die Welt tragen
Immer wieder habe er bei den Spielen Banner verschiedener Städte und Fußballvereine gesehen. Aber Tübingen habe gefehlt. Dabei sei das eine wunderschöne Stadt, die er sehr liebe. "Da hat mich vor ein paar Jahren die Idee gepackt, einfach mal Tübingen und den VfB auf eine Deutschlandflagge zu packen."
Damit auch Tübingen und der VfB in die Welt getragen werden bei solchen Veranstaltungen.
Seit 2024 mit Tübingen-Flagge unterwegs
Zum ersten Mal war er mit der Flagge bei der EM 2024 im Stadion. Seitdem begleitet sie ihn zu großen Turnieren. Bei dieser WM ist er mit der Tübingen-Flagge bei allen Deutschland-Spielen dabei - in den USA, Kanada und Mexiko.
Die Leidenschaft hat allerdings ihren Preis: Für die Reisen, Tickets und Aufenthalt bei der WM gibt Daniel Langer zwischen 3.000 und 5.000 Euro aus. Er ist selbstständig und hat sich für die Zeit eine Auszeit genommen.
Hoffen auf den Sieg der Deutschen Nationalmannschaft
Die Reisen macht die Flagge zusammengerollt im Rucksack mit. Zurück in Tübingen wartet sie dann geputzt und gut verpackt auf ihren nächsten Einsatz. Jetzt hofft Langer aber natürlich erst mal auf einen Sieg der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM. Und darauf, dass seine Tübingen-Flagge von möglichst vielen Menschen in den Stadien der WM gesehen wird - auch daheim, im Fernsehen.