In einem Nest an der Lauchert zwischen Veringenstadt und Hermentingen (Kreis Sigmaringen) hatten zwei Schwäne gebrütet, bis Unbekannte sie vertrieben haben. Das Nest wurde verwüstet und die Eier zerstört. Das Polizeirevier Sigmaringen ermittelt gemeinsam mit dem Landratsamt zu den Hintergründen und bittet um Hinweise.
Eier zerbrochen und mit Spraydose gekokelt
Der Verein "Natur und Umwelt Veringen" hatte das zerstörte Nest bei der Naturschutzbehörde gemeldet. Drei Eier waren zuvor im Nest, berichtet Vereinsvorsitzender Peter Zimmermann. Vor knapp zwei Wochen seien die Schwäne dann plötzlich verschwunden. Das Nest samt Eiern sei zerstört gewesen. Laut Polizei haben die Unbekannten die Eier zerbrochen und ins Wasser geschmissen.
Neben dem Nest haben sie außerdem ein Feuer angezündet. Zurück blieben eine Spraydose und eine Bauschaumdose. Laut Zimmermann haben Vereinsmitglieder die angekokelte Dose und ein verbranntes Stück Holz im Nest gefunden. Er vermutet, dass die brennenden Gegenstände aus weiterer Entfernung in das Nest geworfen wurden.
Irgendwelche Leute ticken da falsch. Das ist total daneben. Ein normaler Mensch macht sowas einfach nicht.
Störung von Wildvögeln: Hohe Geldstrafe möglich
Peter Zimmermann hofft, dass dieser Vorfall ein Einzelfall bleibt. "Es muss jedem klar sein, dass so eine Störung von Wildvögeln eine Straftat ist, welche mit einer hohen Geldstrafe geahndet werden kann", schreibt der Verein Natur und Umwelt Veringen auf seinen sozialen Plattformen.
Jetzt ist das Nest verlassen - Eier und Schwäne sind weg
Die Schwäne haben in diesem Nest schon zum zweiten Mal gebrütet, erzählt Zimmermann dem SWR. Seit dem Vorfall seien sie aber noch nicht ans Nest zurückgekehrt. Sie seien aber mittlerweile in Hermentingen gesehen worden, weiß Zimmermann. Er hofft, dass sich die Schwäne bald wieder im Biotop bei Hermentingen niederlassen.