Die Uniklinik Tübingen will zusammen mit einem Biotech-Unternehmen einen neuartigen Grippeimpfstoff entwickeln. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Projekt mit über 2,7 Millionen Euro.
Ziel der neuen Grippeimpfung: Dauerhafter Schutz
Die Forscherinnen und Forscher wollen einen Impfstoff entwickeln, der möglichst lange anhält. Er solle gegen jährlich wechselnde Varianten wirken, heißt es in einem Schreiben der Uniklinik. Dabei setzen die Klinik und das Tübinger Unternehmen Prime Vector Technologies auf eine neue Art von Impfstoff.
Das Besondere: Der neuartige Impfstoff kann das Immunsystem laut Uniklinik nicht nur schnell, sondern auch langanhaltend aktivieren. Die Impfung richtet sich laut Uniklinik "gegen stabile Regionen des Grippevirus". Sie wirke also gegen bestimmte Zellen, die sich trotz verschiedener Grippevarianten kaum verändern. So soll der neue Impfstoff auch vor möglichen Grippepandemien schützen.
Impfstoff ist noch in der Entwicklungsphase
Man wolle mit dem neuartigen Impfstoff einen "echten Fortschritt erzielen", so Projektleiter Oliver Planz von der Uniklinik. Bisher müsse der Grippeimpfstoff jedes Jahr an die jeweilige Variante angepasst werden. Oft wirke er nicht ausreichend gegen eine Infektion. Nach Angaben der Uniklinik ist der neue Impfstoff bisher in zwei Studien erfolgreich erprobt worden. Ist die Entwicklung abgeschlossen, soll die Grippeimpfung klinisch getestet werden.