In Häusern Schmuck und Geld gestohlen

Gut organisierte Einbrecherbande in Tübingen verurteilt

Fünf Angeklagte sind in einem Prozess um schweren Bandendiebstahl und Einbruch am Landgericht Tübingen für schuldig befunden worden. Der Hauptangeklagte kommt auf Bewährung frei.

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Von Autor/in Gerd Hagge

In einem Prozess wegen schweren Bandendiebstahls und schweren Einbruchs ist am Landgericht Tübingen am Donnerstag ein Urteil gesprochen worden. Drei der fünf Männer müssen ins Gefängnis. Die Höchststrafe liegt bei viereinhalb Jahren Haft. Zwei der Angeklagten wurden auf Bewährung verurteilt. Die Täter, 25 bis 32 Jahre alt, haben nachweislich 23 Einbrüche verübt, darunter in Bad Urach, Reutlingen, Rottenburg, Hechingen und Mössingen.

Einbrecher haben Häuser vorher ausspioniert

Die Täter sind zwischen September und Dezember 2024 systematisch vorgegangen. Bereits Tage vor einem Einbruch haben die Täter, so das Gericht, die Häuser ausgewählt und inspiziert. Die Einbrüche haben dann meistens abends stattgefunden; über ihre Mobiltelefone kommunizierten die Männer ihre Treffpunkte. Bei ihren Taten waren sie mindestens zu zweit. Das angemietete Fluchtauto parkten sie in die Nähe der Wohngebiete. Dann stieg einer der Täter in die Wohnungen ein, während sein Komplize auf dem Parkplatz auf ihn wartete.

Doch kein "Hintermann": Hauptangeklagter kommt auf Bewährung frei

Das Landgericht Tübingen ist der Auffassung, dass die Täter als Team und bei ihren Einbrüchen organisiert vorgegangen sind. Das Gericht kam jedoch zu dem Schluss, dass der Hauptangeklagte nicht der Strippenzieher hinter der Bande gewesen ist. Er habe die Täter zwar unterstützt, dass er allerdings als "Hintermann" fungierte, dafür gibt es laut Gericht keine Beweise. Deswegen ging die Kammer von Beihilfe aus und verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe. Er kam am Ende des Prozesses frei.

Fünfstellige Beute und Sachbeschädigung

Laut Gericht haben die Angeklagten vor allem in Wohnhäusern Bargeld und Schmuck im Wert von mehr als 100.000 Euro erbeutet. Dazu kam ein Sachschaden von rund 70.000 Euro, die beim aufhebeln der Fenster und Türen entstanden ist.

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Gerd Hagge
Gerd Hagge ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen

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