Mehr als ein Jahr nach einem schweren Unfall mit zwei Toten bei Illerkirchberg (Alb-Donau-Kreis) hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage gegen den Autofahrer erhoben, das bestätigte die Staatsanwaltschaft dem SWR. Zuerst hatte die "Neu-Ulmer Zeitung" berichtet. Der damals 22-Jährige Autofahrer soll im Juni 2025 deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein. In einer langgezogenen Kurve verlor er die Kontrolle über seinen Wagen - zwei Menschen kamen ums Leben.
Radfahrerin und Beifahrer kamen damals ums Leben
Der Wagen kam laut Polizei ins Schleudern, geriet nach links von der Fahrbahn ab und erfasste auf dem dortigen Radweg frontal eine 65-jährige Radfahrerin. Sie starb noch am Unfallort. Anschließend prallte das Auto gegen das Fundament eines Hochspannungsmasts. Der 20-jähriger Beifahrer des Unfallwagens musste vor Ort reanimiert und per Hubschrauber in eine Klinik gebracht werden. Dort erlag er später seinen schweren Verletzungen. Weitere Insassen erlitten ebenfalls teils schwere Verletzungen.
Die Staatsanwaltschaft Ulm wirft dem Fahrer ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge vor. Auf Nachfrage teilte ein Sprecher mit, auch sogenannte Alleinrennen fielen darunter. Gemeint sich damit Menschen, die sich laut Strafgesetzbuch "grob verkehrswidrig und rücksichtslos mit nicht angepasster Geschwindigkeit fortbewegen, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen."
Im Fall einer entsprechenden Verurteilung droht dem Angeschuldigten demnach eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bis zu zehn Jahren. Das Amtsgericht Ulm habe über die Eröffnung des Hauptverfahrens noch nicht entschieden.