Die Angst vor politischen Botschaften oder gar antisemitischen Angriffen war vor der Partie groß. Gut hundert jüdische Fans aus Tel Aviv waren zum Basketball-Eurocup mitgereist. Sowohl in der ratiopharm Arena als auch davor ist der Abend aber friedlich verlaufen.
Basketball-Eurocup: Partie gegen Tel Aviv galt als Hochsicherheitsspiel
Eine Gastmannschaft aus Israel in der derzeitigen geopolitisch angespannten Lage - das sorgte für erhöhte Aufmerksamkeit. Bereits am frühen Mittwochnachmittag hatte ein Großaufgebot der Polizei rund um die Halle Stellung bezogen. Der israelische Mannschaftsbus fuhr über einen extra gesicherten Eingang vor.
Auch die Besucherinnen und Besucher der Partie mussten zusätzliche Kontrollen durchlaufen. Wer in die Halle wollte, musste seine Adresse und Geburtsdaten angeben. Die Taschen der Zuschauerinnen und Zuschauer wurden von Sicherheitspersonal durchsucht.
Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen bereits im Vorfeld der Partie
Bereits am Dienstag sicherten mehrere Polizeifahrzeuge das Training der israelischen Mannschaft ab, während die Spieler versuchten sich in der Halle auf das Sportliche zu konzentrieren. "Ich bin hier wegen Basketball", erzählt der Tel Aviver Trainer Dimitrios Itoudis. "Der Sport sollte die Menschen zusammenbringen. Das versuchen wir hier zu tun."
Der Sport sollte die Menschen zusammenbringen. Das versuchen wir hier zu tun.
Ratiopharm ulm verpasst EuroCup Play-Offs
Sportlich verlief der Abend für die Ulmer Basketballer weniger gut. Durch die 90:97 Niederlage gegen Hapoel Tel Aviv verpasst ratiopharm ulm den Einzug in die EuroCup Play-Offs.