Verhandlungen beendet

Einigung bei Bosch in Schwäbisch Gmünd: Stellenabbau fällt etwas geringer aus

Der Autozulieferer Bosch in Schwäbisch Gmünd hat sich mit dem Betriebsrat über den geplanten Stellenabbau geeinigt. Es sollen jetzt doch weniger Stellen wegfallen als vom Unternehmen vorgesehen.

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Von Autor/in Christine Janke

Bosch wollte den dicken Rotstift ansetzen: 1.900 Stellen in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) sollten beim Lenkungshersteller bis 2030 wegfallen, teilte das Unternehmen im November mit. Das traf und trifft die Stadt ins Mark, denn Bosch ist der größte Arbeitgeber.

Betriebsrat bei Bosch in Schwäbisch Gmünd rettet 150 Arbeitsplätze

Daraufhin haben sich Unternehmen und Betriebsrat ein halbes Jahr lang zusammengesetzt und schließlich darauf geeinigt, dass nun doch weniger Jobs wegfallen sollen als geplant. Der Betriebsrat konnte durch die Verhandlungen 150 Arbeitsplätze retten. So teilen es Bosch und Betriebsrat in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Mittwoch mit. Dennoch sind die Einschnitte heftig.

In Zahlen bedeutet das: Noch arbeiten dort 3.450 Menschen. Ursprünglich wollte Bosch bis 2030 nur 1.550 Stellen erhalten. Die Einigung jetzt sieht vor, dass 1.700 Arbeitsplätze in Schwäbisch Gmünd bleiben. Außerdem sollen die Ausbildung und das Werk, in dem Lenksysteme für Autos und Lastwagen hergestellt werden, dort weiterbestehen. Und: Es gibt eine Standortgarantie bis 2030.

Wir mussten schmerzhafte Kompromisse machen (...). Angesichts der sehr schwierigen Ausgangslage haben wir jedoch ein akzeptables Ergebnis erreichen können.

Bosch will in Schwäbisch Gmünd wieder wettbewerbsfähig werden

Das Unternehmen will durch den Stellenabbau wieder wettbewerbsfähig werden. Man kämpfe mit weniger Abnahmemengen und hohen Kosten. Um diese zu senken, wird beispielsweise das Werk für Nutzfahrzeuge nach Ungarn verlagert.

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Der Betriebsrat zeigte sich zwar einerseits erleichtert über die Einigung, dennoch sei sie bitter. Die Gewerkschaft IG Metall spricht von "schmerzhaften Kompromissen", aber auch von einem "akzeptablen Ergebnis". Der Autozulieferer Bosch hat die Belegschaft in Schwäbisch Gmünd am Mittwochnachmittag auf einer Betriebsversammlung über den nun vereinbarten Stellenabbau informiert. Im Anschluss wurde eine im Mai abgebrochene Betriebsversammlung fortgesetzt.

Betriebsratsvorsitzender Claudio Bellomo berichtet von einer emotionalen Versammlung angesichts des Personalabbaus. Trotz des Bemühens um sozialverträgliche Lösungen, sei der Abbau ein Verlust - nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Region Schwäbisch Gmünd.

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