Hebammen erfüllen sich ihren Traum

Neues Geburtshaus in Ulm: Maxim kommt als erstes Baby zur Welt

Geborgenheit rund um die Geburt, das wollen die sechs Hebammen im Geburtshaus Ulm werdenden Müttern bieten. Die ersten Kinder sind hier bereits geboren worden - allen voran Maxim.

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Von Autor/in Maja Nötzel

Sechs Hebammen in Ulm haben ihren Traum wahr gemacht: Sie haben ein Geburtshaus gegründet. Ein Haus, in dem Mütter ihre Kinder gebären können - als einen Ort für alle, die sich nicht vorstellen können, ihre Kinder in einer Klinik zur Welt zu bringen, aber das auch nicht zu Hause machen wollen. Seit Dezember wird das Haus genutzt. Die ersten Kinder sind dort bereits geboren worden.

Maxim ist das erste Baby, das im Geburtshaus in Ulm geboren wurde. Jill und Alexander Sander aus Ulm sagen, "Es war eine schöne Geburt."
Maxim ist das erste Baby, das im Geburtshaus in Ulm geboren wurde. Jill und Alexander Sander aus Ulm sagen: "Es war eine schöne Geburt." Maja Nötzel

Wir treffen Maxim und seine Eltern an dem Ort, an dem er Ende Januar geboren wurde. Maxim schläft auf dem Arm seiner Mutter. Ihm ist es wohl relativ egal, dass er gerade dort ist, wo er Ende Januar geboren wurde. Für seine Mutter Jill Sander aber ist es ein bewegender Moment. "Es ist sehr schön, genau an dem Ort zu sein, an dem er vor drei Wochen auf die Welt gekommen ist."

Immer, wenn ich dran denk, denk ich, wie viel Glück wir haben, dass wir so eine schöne Geburt erleben durften.

Auch Papa Alexander Sander ist glücklich, dass alles so gelaufen ist, wie sie es sich vorher ausgemalt haben. Dass es aber so harmonisch und so eine schöne Erfahrung wird, damit hatte er nicht gerechnet. Er lobt die Eins-zu-Eins Betreuung im Geburtshaus. "So hast du halt deine Hebamme aus diesem Kreis, die wir alle haben kennenlernen dürfen."

Wir haben uns hier sicher und geborgen gefühlt.

Maxim kam im roten Zimmer zwischen Bett und einem alten Holzschrank zur Welt. Für seine Hebamme ein Gänsehaut-Moment, auch weil er das erste Kind war, das hier geboren wurde. Gut zweieinhalb Jahre hat Ines Paschke mit fünf anderen Hebammen und dem Förderverein für ihren Traum vom Geburtshaus gekämpft. Hier kann sie sich auf eine Familie konzentrieren, während sie sich in der Klinik, wo sie davor gearbeitet hat, oft um drei werdende Mütter gleichzeitig kümmern musste.

Werdende Mütter und die Väter sollen sich im Geburtshaus Ulm geborgen fühlen. Zum Beispiel im grünen Zimmer.
Werdende Mütter und die Väter sollen sich im Geburtshaus Ulm geborgen fühlen. Zum Beispiel im grünen Zimmer. Maja Nötzel Bild in Detailansicht öffnen
Hebamme Ines Paschke zeigt stolz die Räume. Auch eine Wanne für eine Wassergeburt gibt es im Geburtshaus in Ulm.
Hebamme Ines Paschke zeigt stolz die Räume. Auch eine Wanne für eine Wassergeburt gibt es im Geburtshaus in Ulm. Maja Nötzel Bild in Detailansicht öffnen
Jeder Raum im Geburtshaus Ulm ist anders gestaltet.
Jeder Raum im Geburtshaus Ulm ist anders gestaltet. Maja Nötzel Bild in Detailansicht öffnen
Es gibt auch einen Raum für Geburtsvorbereitungskurse im Geburtshaus Ulm.
Es gibt auch einen Raum für Geburtsvorbereitungskurse im Geburtshaus Ulm. Maja Nötzel Bild in Detailansicht öffnen

Viele Ideen für das Geburtshaus Ulm

Sie haben viele Ideen, was hier noch alles stattfinden kann: zum Beispiel Vorträge und Workshops für die ganze Familie. Und natürlich Geburten. Pro Monat betreuen die sechs Hebammen zwischen zehn und zwanzig werdende Elternpaare. 80 Prozent von ihnen werden auch im Geburtshaus Ulm ihr Kind bekommen.

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Landesschau Baden-Württemberg SWR BW

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Maja Nötzel
Porträt der Redakteurin Maja Nötzel im blauem Pullover