PETA setzt Belohnung aus

Blaubeuren: Hund und streng geschützte Rotmilane an Giftködern verendet

Ein Hund und mehrere rote Milane sind in Blaubeuren durch Giftköder gestorben. Bei den Ködern handelte es sich laut Polizei wahrscheinlich um mit giftigen Substanzen verseuchte Löffelbiskuits.

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Von Autor/in Maren Haring

In Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) sind ein Hund und mehrere Rotmilane an Giftködern verendet. Die Köder wurden laut Polizei im Stadtteil Seißen ausgelegt. Sie enthielten einen bislang unbekannten Giftstoff.

Toter Hund und Rotmilane: Ermittler gehen von Zusammenhang aus

Die Köder gibt es laut Zeugen seit gut einer Woche in dem Blaubeurer Stadtteil. Zwei Hunde sind laut Polizei vermutlich damit vergiftet worden. Einer der Hunde habe die Vergiftung überlebt, der andere sei gestorben. Jagdpächter hätten außerdem mehrere verendete Rotmilane gefunden, so die Polizei - einer laut Naturschutzbund streng geschützten Greifvogelart.

Rotmilan in der Luft. Mehrere Rotmilane wurden in Blaubeuren-Seißen wohl durch Giftköder getötet. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Tier- und Naturschutzrecht und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Mehrere Rotmilane wurden in Blaubeuren-Seißen wohl durch Giftköder getötet. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Tier- und Naturschutzrecht und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass der Tod der Tiere in Zusammenhang steht. Die verendeten Rotmilane wurden inzwischen für genauere Untersuchungen in ein Labor eingeschickt. Dort soll nun geklärt werden, ob sie tatsächlich vergiftet wurden. Unterdessen sucht die Polizei nach Zeugen, die Hinweise zu den Giftködern geben können.

PETA setzt Belohnung für Hinweise auf Täter aus

Die Tierrechtsorganisation PETA teilte am Donnerstag mit, dass sie eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro aussetzt, für Hinweise, die zur rechtskräftigen Verurteilung der verantwortlichen Person führen. So will die Organisation laut einer Sprecherin die Aufklärung vorantreiben und zugleich Tierhalterinnen und Tierhalter für das Thema sensibilisieren.

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