Ein Haftrichter hat gegen einen Autofahrer, der in der Blaubeurer Straße in Ulm eine Radfahrerin umgefahren haben soll, Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Der Vorfall ereignete sich vergangenen Donnerstag (15.1.). Aufgrund seines "rücksichtslosen Fahrverhaltens" ist der Mann verdächtig, einen Unfall "mit tödlichen Folgen billigend in Kauf genommen zu haben", begründete am Montag die Staatsanwaltschaft Ulm den Haftbefehl.
Staatsanwaltschaft Ulm: Tödliche Folgen billigend in Kauf genommen
Der Mann war schon zuvor aufgefallen, weil er einen anderen Verkehrsteilnehmer bedrängt hatte, indem er dicht auffuhr, so die Ermittler. An einer Kreuzung fuhr er verbotenerweise auf die Linksabbiegerspur, um dieses Auto zu überholen. Die Ampel stand auf Rot. Die Radfahrerin, die an dieser Stelle gerade die Straße überquerte, übersah er offenbar. Die 22-Jährige wurde vom Auto erfasst und auf die Straße geschleudert.
Nach dem Unfall soll der 21-Jährige weitergefahren sein. Eine Ampel und ein Baum stoppten seine Fahrt, der leicht verletzte Mann rannte zu Fuß weiter, bis er von der Polizei gefasst wurde, die bereits nach ihm gefahndet hatte. Nach Angaben der Ermittler hatte der junge Mann auch Alkohol im Blut. Radlerin und Autofahrer kamen nach dem Unfall verletzt ins Krankenhaus.
Frau schwer verletzt Autofahrer fährt in Ulm Radfahrerin um und flüchtet
Ein rücksichtsloser Autofahrer ist am Donnerstagabend in der Blaubeurer Straße in Ulm aufgefallen. An einer Kreuzung erfasste er bei Rot eine Radfahrerin und verletzte sie schwer.
Radfahrerin konnte Klinik verlassen, Autofahrer in U-Haft
Das 22-jährige Opfer durfte die Klinik zwischenzeitlich wieder verlassen, berichten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag. Wie sich herausstellte, wurde sie nicht schwer, sondern lediglich leicht verletzt. Auch der 21-jährige Autofahrer befindet sich nicht mehr im Krankenhaus. Er wurde einen Tag nach der Tat festgenommen, am Samstag dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich nun in Untersuchungshaft.