Landgericht Ellwangen

Hauptangeklagter gesteht im Prozess um versuchten Mord

Im Prozess um versuchten Mord am Landgericht Ellwangen hat der 18-jährige Hauptangeklagte gestanden. Er soll in Schwäbisch Gmünd einen Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben.

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Im Prozess am Landgericht Ellwangen gegen die so genannte Spitalhof-Gang haben die fünf jungen Männer zum Prozessauftakt am Mittwochnachmittag gestanden. Der Hauptangeklagte ist ein 18-jähriger Mann. Er soll im Sommer auf dem Stadtfest in Schwäbisch Gmünd einen Gleichaltrigen im Streit lebensgefährlich verletzt haben.

Der mutmaßliche Haupttäter ließ sein Geständnis im Prozess vor dem Landgericht Ellwangen von seinem Anwalt vorlesen. Darin hieß es unter anderem, die Gruppe habe an dem Tag in einem Hinterhof in Schwäbisch Gmünd mit Messern posiert. Alle seien angetrunken gewesen. Erst hätten die anderen das Opfer geschlagen und schließlich auch er.

"Demonstrativ" das Messer gezogen

Dann habe er "demonstrativ" das Messer gezogen und dem 18-Jährigen in den Oberschenkel gestochen. Dem Angeklagten sei nicht bewusst gewesen, dass die Verletzung tödlich sein könne. Er bedaure die Tat. Dem Haupttatverdächtigen wird versuchter Mord vorgeworfen, den Mittätern gefährliche Körperverletzung. Auch sie haben die Vorwürfe eingeräumt. Waffenbesitz stritten die meisten jedoch ab.

Angeklagten erklären, das Opfer habe den Streit begonnen

Außerdem erklärten die Angeklagten übereinstimmend, dass das Opfer mit dem Streit angefangen habe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Gruppe die Auseinandersetzung mit dem Opfer begonnen hatte.

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Zum Prozessauftakt wurde auch ein Video aus einer Überwachungskamera gezeigt, darauf sind die junge Männern beim Posieren mit den Messern zu sehen. Drei der Angeklagten sind in Untersuchungshaft, zwei sind noch minderjährig.

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SWR