Motorradfahrer verliert 10.000 Euro

Bauchtasche verloren: Warum tausende Euro verstreut auf der B10 in Neu-Ulm lagen

Ein Motorradfahrer hat auf der B10 bei Neu-Ulm eine Bauchtasche mit knapp 10.000 Euro verloren. Zwei Männer könnten einen Teil des Geldes an sich genommen haben.

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Stand

Knapp 10.000 Euro hat ein Motorradfahrer in einer Bauchtasche transportiert und auf der B10 bei Neu-Ulm verloren. Die Geldscheine lagen am Montag gegen 16:30 Uhr verstreut über die komplette Fahrbahn und einen angrenzenden Straßengraben.

In all den Jahren, in denen ich beim THW Neu-Ulm bin, habe ich sowas noch nie erlebt.

Der Motorradfahrer bemerkte den Verlust aus seiner Tasche erst später und kehrte sofort zur Unglücksstelle zurück. Dort bot sich ihm ein wildes Bild: Geldscheine lagen überall verteilt. Glücklicherweise war das Technische Hilfswerk (THW) zufällig vor Ort und half dem Mann, die Scheine einzusammeln. Florian Ziesche, Zugführer des THW Neu-Ulm erinnert sich an den Vorfall. "Also in all den Jahren, in denen ich beim THW Neu-Ulm bin, habe ich sowas noch nie erlebt."

Das Geld habe verteilt im Straßengraben, der nahegelegenen Wiese und der Mittelleitplanke gelegen. Mit Blaulicht fuhren die Helfer über eine Stunde beide Fahrtrichtungen ab und konnten einen Teil des Geldes wieder finden.

Unglücklicher Geldtransport mit Bauchtasche. Nach dem Verlust fehlte ein vierstelliger Betrag. (Symbolbild)
Unglücklicher Geldtransport mit Bauchtasche. Nach dem Verlust fehlte ein vierstelliger Betrag. (Symbolbild)

Bauchtasche in Neu-Ulm verloren - zwei Männer unter Verdacht

Doch nicht alle Geldscheine fanden ihren Weg zurück zum Besitzer. Noch bevor die THW-Einsatzkräfte mit dem Motorradfahrer zusammentrafen, fiel ihnen wenige Minuten zuvor ein Auto auf. Es stand auf der Bundesstraße in Höhe der Anschlussstelle Nersingen. Die Helfer gingen zunächst von einer Panne aus.

"Kurz bevor wir eingetroffen sind, ist das Fahrzeug wieder weggefahren. Aber wir haben gesehen, dass sich auch Personen auf der Fahrbahn befunden hatten. Deshalb haben wir angehalten, um nachzuschauen, was los war", so Florian Ziesche vom THW Neu-Ulm.

Die Polizei vermutet, dass die beiden Männer aus dem davonfahrenden Fahrzeug einen Teil des verstreuten Geldes an sich genommen haben könnten. Beim anschließenden Zählen des Bargelds stellte der Motorradfahrer jedenfalls fest, dass ein- bis zweitausend Euro fehlten. Er erstattete Anzeige bei der Polizei wegen Fundunterschlagung.

Warum so viel Bargeld?

Warum der Mann so viel Bargeld bei sich hatte, ist bislang unklar. Die Polizei hat dazu keine Angaben gemacht. Auch Florian Ziesche vom THW Neu-Ulm kann nur Vermutungen anstellen: "Vielleicht wollte er tanken bei den Spritpreisen, man weiß es nicht."

Durchsucht wurde der Motorradfahrer nicht, laut Polizei habe es keinen Grund für einen Verdacht gegeben. Für das Mitführen von Bargeld gibt es in Deutschland keine Begrenzung, so ein Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Erst bei einem Grenzübertritt müssen Bargeldsummen ab 10.000 Euro angemeldet werden. Die Polizei hofft weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Verbleib des fehlenden Geldes zu klären.

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Erstmals publiziert am
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SWR

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