Unbekannte haben an der Peter-Schöllhorn-Mittelschule in Neu-Ulm ein Reizgas versprüht. 18 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 15 Jahren mussten daraufhin behandelt werden, weil sie unter Reizhusten litten. Fünf von ihnen kamen nach ersten Angaben der Polizei in ein Krankenhaus. Sie seien leicht verletzt.
Großer Polizeieinsatz an Schule
Der Schulleiter habe um 10:50 Uhr die Einsatzkräfte gerufen, weil sich im Gebäude in der Neu-Ulmer Innenstadt ein beißender Geruch ausgebreitet hatte. Polizei und Rettungsdienst rückten daraufhin mit einem Großaufgebot an und räumten die Schule. Allein 56 Sanitäter seien im Einsatz gewesen.
Wegen der unklaren Einsatzlage sei zunächst ein Rettungshubschrauber angefordert worden. Dieser habe jedoch wieder umgedreht, nachdem klar war, dass niemand schwer verletzt worden sei. Die Feuerwehr lüftete das Gebäude mit einem Überdrucklüfter.
Laut eines Polizeisprechers gibt es einen Tatverdächtigen, der mit einer Dose das Reizgas versprüht haben soll. Die Ermittlungen dazu liefen aber noch. Eine Dose konnte sichergestellt werden. Ob es sich, wie von lokalen Medien berichtet, um Pfefferspray handelt, sei noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.