Es ist einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte des FV Illertissen: Der Regionalligist steht in der 2. Runde des DFB-Pokals, nach einem 6:5-Sieg am Samstag gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Nach dem Spiel musste die Polizei in Illertissen (Kreis Neu-Ulm) allerdings hart durchgreifen.
Schlägerei unter Fans nach DFB-Pokalspiel
Nach der Niederlage hat der Frust einiger Nürnberger Fans zu einer Schlägerei im Bereich des Ausgangs geführt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auch Sicherheitskräfte seien attackiert worden. Wie es weiter heißt, setzten die Polizisten Pfefferspray ein. Einige Personen hätten Atemwegsreizungen erlitten. Ein Fan mit einer Schädelprellung sei von den Rettungskräften im Stadion behandelt worden.
Die Gästefans hätten sich "in großen Teilen äußerst aggressiv verhalten", so die Polizei. Sie seien durch einen geschlossenen Einsatz von Polizeikräften zu ihren Verkehrsmitteln gebracht worden. Die Polizei Illertissen ermittle unter anderem wegen Landfriedensbruch und mehreren Körperverletzungen.
Fußballkrimi mit Unwetterpause und Elfmeterschießen
Das Pokalspiel hatte friedlich begonnen. Das Vöhlinstadion war mit rund 5.000 Besucherinnen und Besuchern ausverkauft, darunter 3.000 Gästefans. Alle sahen einen wahren Fußballkrimi. Nach einer Unterbrechung wegen eines Unwetters und Verlängerung stand es 3:3. Im Elfmeterschießen wurde Illertissens Torwart Michel Witte mit zwei gehaltenen Elfmetern zum Matchwinner.