Niedriger Donaupegel in Ulm und Neu-Ulm

Schwörmontag 2026: Gemütliches Nabada statt Wildwasserfahrt erwartet

Die Donau wird am Schwörmontag 2026 für ein besonders gemächliches Nabada sorgen. An einen niedrigen Donaupegel muss man sich in Ulm und Neu-Ulm wohl auch in Zukunft gewöhnen.

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Von Autor/in Justus Madaus

Mit dem Schwörmontag am 20. Juli steht wieder der höchste Ulmer Feiertag vor der Tür. Für Tausende wilde Nabader, die sich auf selbstgebauten Booten und Gummitieren die Donau heruntertreiben lassen, verspricht der strahlende Sonnenschein zumindest von oben optimale Bedingungen. Die Donau von unten kommt dieses Jahr aber etwas schläfrig daher.

Schwörmontag 2026: Donau fließt beim Nabada langsam

Mit rund 38 Kubikmetern Wasser pro Sekunde fließt die Donau aktuell ziemlich langsam. Die Gäste auf dem Wasser sollten sich also auf ein "gemütliches" Treiben einstellen, so Nabada-Organisationsleiter Marco Schwender. "Wir haben recht wenig Wasser und es wird eine gewisse Zeit brauchen, bis die Nabaderinnen und Nabader die Donau herunterkommen."

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Am 20. Juli war Ulm einmal mehr im Ausnahmezustand - am Schwörmontag. Zehntausende Gäste waren bei der Schwörrede und beim Wasserumzug Nabada. Was los war, könnt ihr im Liveblog nachlesen und schauen.

Die Wassertemperatur liegt bei etwa 20 Grad Celsius. Das kann sich bis zum Schwörmontag noch ändern, trotzdem empfiehlt Marco Schwender einen Neoprenanzug. "Nach mehreren Stunden im Wasser wird einem kalt, auch wenn sich das am Anfang noch warm anfühlt."

Und so wie die Donau derzeit langsam dahinfließt, kann der Wasserumzug durchaus einige Stunden dauern. "Mindestens drei Stunden von der Illerspitze bis zur Fußgängerbrücke in der Friedrichsau schätze ich," so Marco Schwender. Kurzfristig steigern könne man die Fließgeschwindigkeit am Schwörmontag nicht mehr.

Beim Nabada treiben jedes Jahr Tausende Menschen auf Gummibooten, selbstgebauten Flößen oder mit Schwimmtieren die Donau hinunter. Dieses Jahr könnte es bei dem Fest auf der Donau etwas langsamer zugehen als gewöhnlich (Archivbild).
Beim Nabada treiben jedes Jahr Tausende Menschen auf Gummibooten, selbstgebauten Flößen oder mit Schwimmtieren die Donau hinunter. Dieses Jahr könnte es bei dem Fest auf der Donau etwas langsamer zugehen als gewöhnlich (Archivbild).

Niedriger Donaupegel könnte Dauerzustand werden

Was die Menschen in Ulm und Neu-Ulm wohl noch öfter erleben werden, sei ein niedriger Wasserstand, meint Marco Schwender: "Das mit dem Wasserstand an der Donau, das wird wahrscheinlich in den nächsten Jahren Dauerzustand werden."

Grund dafür sei hohe Temperaturen und weniger Niederschlag, so Marco Schwender. Aber der Nabada-Organisationsleiter ist sich sicher, dass das dem Spaß an Schwörmontag nicht im Weg stehen wird.

Neuerungen und Comeback an Schwörmontag

Und für den Spaß am Schwörwochende soll auch Neues und Altbekanntes sorgen. Anders läuft dieses Jahr das Voting für das beste Themenboot beim Nabada. Die Stimmen kommen zum ersten Mal nicht ausschließlich vom Publikum, sondern zur Hälfte von einer Experten-Jury.

Einige Programmpunkte feiern ein Comeback: Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es an Schwörmontag in der Friedrichsau wieder eine Festmeile mit Imbissbuden. Auch das Schwörkonzert findet nach drei Jahren in der Pauluskirche dieses Jahr wieder im Ulmer Münster statt - unter anderem mit Mozart und Händel.

Und Oberbürgermeister Martin Ansbacher (SPD) hat auch schon eine kleine Andeutung zur Schwörrede an Schwörmontag gemacht - der Fokus liegt dieses Mal auf dem Thema Demokratie.

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