Die beiden Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerks Gundremmingen werden am 25. Oktober gesprengt. Diesen Termin hat der Betreiber RWE auf SWR-Anfrage mitgeteilt.
Das Landratsamt in Günzburg habe die Genehmigung der Sprengung erteilt, so ein RWE-Sprecher. Am 25.Oktober, mittags um 12 Uhr, sollen die 160 Meter hohen Kolosse Geschichte sein. Übrig bleiben dann rund 11.000 Tonnen Schutt.
Sprengung vier Jahre nach der Abschaltung von Block C
Vier Jahre nachdem Block C des Atomkraftwerks vom Netz gegangen ist, verschwinden damit auch die markanten und weit ins Land sichtbaren Türme. Sie sollen Platz schaffen für die Lagerung von abgebauten Bauteilen des AKW. Der Rückbau wird 15 Jahre lang dauern.
RWE und das Günzburger Landratsamt wollen Mitte September über Details der Sprengung und die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen informieren.
Das Atomkraftwerk in Gundremmingen zählt zu den ältesten in Deutschland. Block A wurde vor rund 60 Jahren als Siedewasserreaktor gebaut und nach einem Unfall 1977 wieder abgeschaltet. In Block B und C wurde der Betrieb 2017 und 2021 eingestellt, nachdem Deutschland beschlossen hatte, aus der Atomkraft auszusteigen.