Die Stellwerksstörung am Ulmer Hauptbahnhof ist behoben. Der Zugverkehr rund um Ulm und auf der wichtigen Fernverkehrsstrecke zwischen Stuttgart und München lief am Montagnachmittag wieder. Seit kurz vor 5 Uhr war der Ulmer Hauptbahnhof wegen des Stellwerksausfalls für knapp vier Stunden lahmgelegt. Weichen und Signale konnten laut einem Sprecher der Deutschen Bahn nicht mehr gestellt werden.
Reisende zwischen Ärger und Gelassenheit
Kein Zug konnte von und nach Ulm fahren, sehr zum Ärger vieler Fahrgäste. In einer SWR-Umfrage kritisierten viele am Hauptbahnhof Gestrandete die mangelhafte Informationspolitik der Bahn. "Die Info, die wir haben ist, es fährt kein Zug , es fährt kein SEV und vielleicht kommt ein Taxi, irgendwann. Hier sind einfach nur lauter Leute, die nicht wissen, wie's weitergeht", so eine genervte Reisende. Auch dieser Zugfahrer ärgerte sich: "Ich bin darauf angewiesen und ständig diese Ausfälle und ständig ist irgendetwas kaputt - das ist einfach anstrengend, weil man ja auch seinen Zeitplan einhalten muss." Andere versuchten es, gelassen zu nehmen: "Ja gut, man braucht gute Nerven. Aber wenn man Pendler ist, kennt man das mittlerweile schon."
Züge fielen aus oder wurden umgeleitet
Betroffen war der gesamte Zugverkehr von und nach Ulm. Einzelne Züge zwischen Stuttgart und München fielen aus. ICE-Züge wurden über Aalen umgeleitet. Im Regionalverkehr konnte die Bahn kurzfristig keinen umfassenden Ersatzverkehr mit Bussen einrichten, wie es in einer Mitteilung heißt.
Auch Auswirkungen auf die Südbahn
Auch auf der Südbahn zwischen Ulm und Lindau kam es wegen der Stellwerksstörung in Ulm zu zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen. Betroffen waren der Regionalexpress Ulm-Lindau sowie Friedrichshafen-Basel, der Regionalexpress Stuttgart-Friedrichshafen und die Regionalverbindungen zwischen Ulm, Laupheim und Biberach.
Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn suchen Techniker weiterhin nach der Ursache des Stellwerksausfalls in Ulm. Die Verantwortlichen gehen von einem technischen Defekt aus.