Von Heidenheim nach Ulm - nicht nur zu Fuß, sondern barfuß: SPD-Landeschef Andreas Stoch hat seine Wette eingelöst. Er lief zwei Etappen, teils bei Dauerregen und Temperaturen weit unter 20 Grad. Als Stoch am Dienstag das Ziel auf der Wilhelmsburg erreicht, wirkt er erleichtert. Im SWR sagte er:
Gut 45 Kilometer ist er in den zwei Tagen gelaufen. Die erste Etappe mit rund 27 Kilometern ging von Heidenheim nach Langenau (Alb-Donau-Kreis), die zweite Etappe am Dienstag nach Ulm war kürzer und auch das Wetter war freundlicher.
Es war eine Herausforderung und auch ein bisschen eine "Mutprobe", so Stoch. Es sei beim Start am Montag in Heidenheim zwar kalt gewesen, ans Aufgeben habe er aber nicht gedacht.
Bei der Wette gab es Zeugen
Die Wette ist anderthalb Jahre her. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Ulm 2023 hatte es eine Stichwahl gegeben zwischen dem amtierenden OB Gunter Czisch (CDU) und dem Herausforderer und späteren Wahlsieger Martin Ansbacher (SPD). Davor hatte Stoch gemeint: "Wenn der Martin das Ding gewinnt, laufe ich barfuß von Heidenheim nach Ulm."
Für diese Situation, in der der Satz im Dezember 2023 fiel, gab es Zeugen. Damit war klar, Stoch muss das Versprechen einlösen. Das hat er jetzt getan.
Stoch kennt seinen Parteikollegen Martin Ansbacher gut. Die OB-Wahl in Ulm zwischen dem amtierenden OB und dem Herausforderer war 2023 eine knappe Sache. Er habe Ansbacher Glück gewünscht und dann sei der Satz gefallen, erzählt Stoch.
Ich bin halt manchmal so 'n impulsiver Typ und hab' gesagt: Wenn der Martin das Ding gewinnt, laufe ich barfuß von Heidenheim nach Ulm. […] Ich hab mich trotzdem sehr gefreut, als er dann am Tag drauf die Stichwahl gewonnen hat.
Barfuß nach Ulm - Team stellt die Strecke zusammen
Zwei Etappen waren es von Heidenheim nach Ulm. Es war eher Zickzack als der direkte Weg. Stoch hatte sich, wie er sagt, "schöne Strecken gewünscht mit schönen Stopps". Sein Team hat das dann zusammengestellt. "Wir haben wunderschöne Heideflächen und Wiesen, da kann man auch gut barfuß laufen", so Stoch.
Pausen gab es auch, zum Beispiel an der Charlottenhöhle in Giengen-Hürben (Kreis Heidenheim), in der Lindenau bei Rammingen und der Landeswassserverorgung in Langenau (beide Alb-Donau-Kreis).
An der Wilhelmsburg in Ulm war die Barfuß-Tour zu Ende. Und dennoch geht die Geschichte weiter: Nachdem SPD-Landeschef Andreas Stoch seine Wettschuld eingelöst hat, gibt es nun eine neue Wette. Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher hat mit Blick auf die Landtagswahl am 8. März 2026 in Baden-Württemberg nachgelegt. Würde dann Stoch Ministerpräsident werden, würde Ansbacher barfuß von Ulm nach Stuttgart laufen, sagte der OB.