Es klingt nach einem Scherz, ist aber wahr: Beschicker des Ulmer Wochenmarktes wollen in der kommenden Woche ihre Waren auf einer Plattform im Münsterturm verkaufen - in 70 Metern Höhe. Das hat der Veranstalter des Wochenmarktes, die Ulm Messe, bekanntgegeben.
Für die Stadt und die Beschicker ist es eine Sommer- und Marketing-Aktion. Elf Händler wollen dort oben ihre Stände am Donnerstag, 30. Juli aufbauen - also einen Tag nach dem üblichen Mittwochsmarkt unten auf dem Münsterplatz. Angeboten werden Obst, Gemüse, Blumen, Getränke und Kaffee, Backwaren, Fleisch und Wurst, Geflügel, Eier, Oliven.
340 Treppenstufen bis zum Einkauf
Für die potentiellen Kundinnen und Kunden bedeutet das: 340 Treppenstufen hoch, um einzukaufen - und 340 Stufen wieder runter. Außerdem muss der reguläre Eintrittspreis von neun Euro für die Turmbesteigung bezahlt werden. Dafür gibt es dann einen Fünf-Euro-Gutschein, der an einem anderen Tag auf dem regulären Wochenmarkt eingelöst werden kann.
Immerhin steht am Münsterturm noch der Lastenaufzug für die Renovierungsarbeiten. Mit diesem Aufzug sollen die Waren transportiert werden, rauf für die Händler, runter für die Kunden. Der wohl weltweit höchst gelegene Wochenmarkt - wie der Veranstalter meint - findet am Donnerstag, den 30. Juli, von 14 bis 16.30 Uhr auf dem Ulmer Münsterturm statt.