Quote ist gesunken

Zu wenig Beschäftigte mit Schwerbehinderung: Land muss 4,5 Millionen Euro zahlen

Weil die Landesverwaltung zu wenig Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigt, muss sie einen Ausgleich leisten. Das Staatsministerium begründet das mit nicht genügend Bewerbungen.

Teilen

Stand

Die Landesverwaltung in Baden-Württemberg beschäftigt weniger schwerbehinderte Menschen als gesetzlich vorgegeben. Das Land muss deshalb zum wiederholten Mal eine Ausgleichszahlung leisten.

Zahlung des Landes geht an Integrationsamt

Gut 4,5 Millionen Euro muss das Land Baden-Württemberg als Ausgleich für zu wenige Beschäftigte mit Schwerbehinderung zahlen. Das geht aus einem Bericht der Landesregierung hervor. Das Geld bekommt das Integrationsamt beim Kommunalverband für Jugend und Soziales. Statt der gesetzlich vorgeschriebenen Quote von 5 Prozent hatten 2023 nur 3,88 Prozent der Beschäftigten in der Landesverwaltung eine Schwerbehinderung. Zwei Jahre zuvor lag die Zahl noch bei gut 4,1 Prozent.

Seit 2015 wird Quote nicht mehr erfüllt

Insgesamt erfüllt Baden-Württemberg als Arbeitgeber die Pflichtbeschäftigungsquote seit dem Jahr 2015 nicht mehr. Das Staatsministerium begründet die Unterschreitung der Pflichtquote damit, dass sich nicht genügend qualifizierte Menschen mit Schwerbehinderung auf offene Stellen bewerben. Auch für Unternehmen gibt es eine Anforderung, eine Mindestzahl an Schwerbehinderten zu beschäftigen. Sie müssen ebenfalls eine Ausgleichszahlung leisten, wenn die Quote nicht erfüllt wird.

Ludwigsburg

Menschen mit und ohne Behinderung musizieren Älteste inklusive Musikgruppe: Nach 50 Jahren sagt die Brenz Band "Tschüss"

Die Brenz Band aus Ludwigsburg gilt als die älteste inklusive Band Deutschlands. Seit 50 Jahren musizieren Menschen mit und ohne Behinderung zusammen - nun gehen sie in Ruhestand.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR