Der berühmte "Nett hier - aber waren Sie schon mal in Baden-Württemberg"-Aufkleber ist inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Kein Wunder also, dass sich Kneipen, Clubs oder auch Orte außerhalb von BW an dem Spruch bedient haben, ihre eigene Version designten und auf Sticker drucken ließen. Die Sticker sorgten dabei immer wieder für die ein oder andere Reaktion.
Die Seite nett-hier.app war einer dieser Online-Anbieter, bei denen man den ganz individuellen "Nett hier"-Aufkleber bestellen konnte. Doch die Betreiber haben nun bekannt gegeben, dass sie den Service einstellen werden.
Persönliche Gründe sorgen für das Aus der "Nett Hier"-Sticker
"Vielen Dank! nett-hier.app ist beendet. Wir bedanken uns bei allen, die uns begleitet haben." Mit diesen Worten verabschieden sich die Macher von ihren Fans auf der Homepage. Alle laufenden Bestellungen würden noch regulär bearbeitet, heißt es weiter. Wer den Verdacht hegt, dass politische Hintergründe oder Plagiatsvorwürfe Hintergrund für das Aus sind, kann aber beruhigt sein: Die beiden Betreiber haben lediglich einen anderen Fokus.
Wie sie auf SWR-Anfrage mitteilten, fehle ihnen aktuell die Zeit für das Projekt, da sie sich auf ihr Studium konzentrieren müssten und das habe nun mal Vorrang.
Zuletzt auch Ärger um die "Nett Hier"-Sticker
Der Gedanke, dass ein Konflikt der Grund für das Ende der nett-hier.app sein könnte, liegt allerdings gar nicht so fern. Schließlich gab es in der jüngeren Vergangenheit auch Ärger um die individuellen Sticker. Zuletzt hatte ein Aufkleber mit rassistischem Inhalt, gedruckt von der AfD-Landtagsfraktion für Empörung gesorgt.
Auch beim Original gab es zuletzt Sorgen, da die Sticker so oft angebracht wurden, dass das Land Umweltschutzbedenken anmeldete. Man solle die Aufkleber doch lieber nur noch fotografieren, statt selbst anzubringen. Mit dem Ende der Website habe man aber nichts zu tun, heißt es aus dem Staatsministerium. Es spreche nichts dagegen, den Claim der Original-Stickers aufzugreifen, wenn es kreative Ideen gebe, sagte ein Sprecher auf SWR-Anfrage.
Ein generelles Ende für den ganz eigenen "Nett hier"-Aufkleber muss man aber nicht befürchten. Wer im Netz sucht, findet ganz schnell weitere Seiten, auf denen man neue Ideen umsetzen kann.