Das mittlere monatliche Brutto-Gehalt für Altenpfleger und Altenpflegerinnen liegt laut Entgeltatlas der Arbeitsagentur bei 4.153 Euro. Das entspreche einem Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Medianlohn in der Pflege hat vor zehn Jahren noch bei 2.576 Euro gelegen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Auch Auszubildende in der Pflege verdienen mittlerweile etwas besser. Im dritten Ausbildungsjahr liege der Bruttoverdienst durchschnittlich bei mehr als 1.200 Euro.
Die Grafik veranschaulicht die Zahlen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Die rheinland-pfälzischen Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger verdienen unter den Pflegebeschäftigten am besten. Rheinland-Pfalz liegt insgesamt sehr nah am bundesweiten Schnitt.
Pflegekammer-Präsident: Einkünfte kein Grund zur Entwarnung
Dennoch seien die Zahlen differenziert zu betrachten, betonte Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer. "Die Zahlen sind ein ermutigendes Signal, aber kein Grund zur Entwarnung." Ein Großteil der Beschäftigten in der Altenpflege arbeite in Teilzeit, vor allem Frauen. Damit drohe vielen Pflegern und Pflegerinnen trotz verbesserter Gehälter weiter die Altersarmut. Die Arbeitszeiten in der Pflege seien zudem unflexibel und es gebe nur unzureichende Betreuungsangebote. Deshalb sähen sich viele Pflegefachkräfte gezwungen, ihre Arbeitszeit zu reduzieren.