Bahnpendler brauchen wieder Geduld: Ab dem 10. Juli wird die Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden saniert. Im Oberen Mittelrheintal fahren auf der rechten Rheinseite dann bis Dezember keine Züge. Details hat die Bahn am Montag in Neuwied vorgestellt.
Bereits Radarinstrumente eingesetzt
Für die Bahnsanierung der rechten Rheinseite hat die Bahn im Vorfeld bereits Laser-Scanner, 360-Grad Kameras und Radarinstrumente eingesetzt. Dadurch wurde bei der Planung viel Zeit eingespart, heißt es von der Bahn. Mit den Geräten wurden Gleise, Untergründe und auch Bahngebäude vermessen - etwa um die Sanierung eines Bahnsteigs zu planen.
Bürgerinitiative ist besorgt wegen vieler Züge
Nach der geplanten Bauzeit von fünf Monaten ist dann bestenfalls alles neu und modern. Doch genau das sorgt bei der Bürgerinitiative gegen Bahnlärm für Sorgenfalten. Denn schon jetzt fahren viele Güterzüge durch das Mittelrheintal. Mit moderner Technik und Kommunikation könnten es bald mehr werden, befürchten sie. Viel, viel mehr.
Die Bahn lasse die Züge hier im 90-Sekunden-Abstand fahren. Das sei eine Verdichtung des Verkehrs, so die BI. Dafür mache man das ja, heißt es. Aber dabei dürfe man die Bürger auch nicht vergessen, sondern müsse einen entsprechenden Lärmschutz und Erschütterungsschutz auch einbauen.
Von der Bahn heißt es dazu, mehr Züge seien gar nicht unbedingt geplant. Die Korridorsanierung sei ins Leben gerufen worden, um die Qualität auf der Strecke deutlich zu verbessern und um den pünktlichen Eisenbahnbetrieb sicherzustellen.