Noch ein paar Wochen. Dann haben viele Schülerinnen und Schüler ihren ersten qualifizierten Schulabschluss in der Tasche. Dann wird sich zeigen, ob sie auch handfeste Dinge gelernt haben, um etwa mit Vertragsabschlüssen oder einer Steuererklärung klarzukommen.
An der Nelson-Mandela-Realschule Plus in Dierdorf etwa sehen sich einige der 15- bis 17-Jährigen gut fürs echte Leben vorbereitet, einige weniger. Wirtschaft, Hauswirtschaft, Soziales - das alles wird hier unterrichtet. Doch Steuern, Finanzen oder Mietverträge - noch ein weites Feld für einige.
Verbraucherzentrale sieht noch Lücken
Nachholbedarf bei diesen praktischen Verbraucher-Themen sieht auch Julia Gerhards von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die jungen Leute seien da sehr, sehr unterschiedlich aufgestellt - je nach familiärem Hintergrund.
Es gehe um grundlegende Finanzbildung: Wie gehe ich mit meinem Geld um? Wie sorge ich dafür, dass ich heute genug habe und gleichzeitig langfristig finanziell abgesichert bin?
Weiter Weg bis zum informierten Verbraucher
Gleichzeitig treffen wir jeden Tag unzählige Konsumentscheidungen, so Gerhards. Dabei werde oft vorausgesetzt, dass Verbraucher gut informiert sind. Doch dieses Wissen müsse man sich erst einmal aneignen. Besonders in einer Zeit, in der Influencer über soziale Medien Produkte, Lebensstile oder sogar Konzepte zur Altersvorsorge vermarkten und damit Geld verdienen wollen.
Umso wichtiger sei es, die Fähigkeit zu entwickeln, Informationen kritisch zu hinterfragen und eigene fundierte Entscheidungen treffen zu können.
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