Der Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, Arne Rössel, sagte, das sei ein kleiner Hoffnungsschimmer. Von einer nachhaltigen Trendwende könne allerdings keine Rede sein. 27 Prozent der befragten Unternehmen schätzen ihre wirtschaftliche Lage als schlecht ein, 51 Prozent nennen sie befriedigend und 22 Prozent der Firmen bewerten ihre Lage als gut. Zum Vergleich: Vergangenes Jahr bewerteten 30 Prozent der Betriebe ihre Lage als schlecht, 49 Prozent als befriedigend, 21 Prozent als gut.
Schlechte Rahmenbedingungen, hohe Arbeitskosten und ein stockender Inlandsabsatz sind ein gefährlicher Risikomix und bremsen die Konjunktur. Hier muss die Politik Vertrauen zurückgewinnen und dringend handeln.
Investitionen in die Infrastruktur
Die meisten Unternehmen schauen auch eher verhalten in die Zukunft: Der Großteil rechnet mit einer gleichbleibenden oder schlechteren Geschäftsentwicklung. Nur jedes fünfte Unternehmen geht davon aus, dass es einen Aufschwung erleben wird. Die IHK-Arbeitsgemeinschaft appelliert im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz an die Politik, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Es brauche unter anderem Investitionen in die Infrastruktur, mehr Gewerbeflächen und eine leistungsfähige Verwaltung.
Reformen für Wirtschaftswachstum Trierer Unternehmen: "Die wirtschaftliche Situation ist sehr, sehr schlecht"
Insolvenzen, Fachkräftemangel und fehlende Infrastruktur: Der Vorsitzende der Trierer Unternehmer Vereinigung Frank Natus fordert Reformen, um den Standort Trier zu verbessern.
Die Konjunkturumfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz lief vom Jahresanfang bis zum 23. Januar. Beteiligt waren 1.046 Unternehmen aller Größen und Branchen mit insgesamt rund 208.000 Beschäftigten.