Für Bienen tödlich, für Menschen harmlos

Gefährliche Bienenseuche im Kreis Kaiserslautern: Sperrbezirk gilt weiterhin

In Weilerbach im Kreis Kaiserslautern ist die Amerikanische Faulbrut bei Bienen ausgebrochen. Mehrere Bienenvölker sind erkrankt. Deshalb bleibt ein Sperrbezirk vorerst bestehen.

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Stand

Im Landkreis Kaiserslautern sind neun Bienenvölker von der Amerikanischen Faulbrut betroffen. Das hat das Veterinäramt mitgeteilt, nachdem Bienen untersucht und die Ergebnisse ausgewertet wurden. Das eingerichtete Sperrgebiet bleibt deshalb zunächst bestehen.

Faulbrut bei Bienen: Diese Orte im Landkreis Kaiserslautern liegen im Sperrbezirk

Der Sperrbezirk umfasst einen Radius von rund drei Kilometern um den betroffenen Bienenstand. Betroffen sind die Gemarkungen Weilerbach, Schwedelbach, Rodenbach, Pörrbach, Erzenhausen, Eulenbis und Mackenbach. Die Allgemeinverfügung gilt nach Angaben der Kreisverwaltung seit dem 30. April. Die folgende Karte zeigt die genaue Abgrenzung des Sperrbezirks.

Eine Karte zeigt den Sperrbezirk, der wegen der Bienenseuche rund um Weilerbach eingerichtet wird.
Innerhalb dieses Sperrbezirks werden alle Bienenvölker von einem Amtstierarzt untersucht. Außerdem dürfen keine neuen Bienenvölker in den Sperrbezirk gebracht werden. Kreisverwaltung Kaiserslautern

Strenge Regeln für Imker

Innerhalb des Sperrbezirks dürfen Bienen, Bienenvölker, Waben, Honig und benutzte Gerätschaften nicht aus den Ständen entfernt werden. Außerdem dürfen keine neuen Bienenvölker in den Sperrbezirk gebracht werden. Alle Bienenstände im Gebiet sollen durch Tierärzte des Veterinäramts untersucht und beprobt werden.

Amerikanische Faulbrut: Seuche ist tödlich für Bienen

Die Amerikanische Faulbrut befällt ausschließlich den Nachwuchs, also die Brut von Bienen. Die Larven sterben dabei schnell ab, ganze Bienenvölker können dadurch stark geschwächt werden und innerhalb kurzer Zeit verenden. Im vergangenen Herbst wurden wegen der Bienenseuche mehrere Millionen Bienen in Bad Dürkheim getötet. Für Menschen ist der Erreger aber völlig ungefährlich. Honig kann laut Kreisverwaltung Kaiserslautern auch aus dem betroffenen Gebiet bedenkenlos gegessen werden.

Das Veterinäramt hatte alle Bienenhalter im Sperrbezirk aufgefordert, ihre Standorte zu melden, falls sie das bisher noch nicht getan haben. Das galt ausdrücklich auch für Hobbyimker mit nur wenigen Völkern. Es ging dabei um Standort und Völkerzahl. Die sollten gemeldet werden - online über die Kreis-Website, telefonisch unter 0631/7105-450 oder per Mail an veterinaeramt2@kaiserslautern-kreis.de.

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Erstmals publiziert am
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Sarah Korz
Sarah Korz, Redakteurin im SWR Aktell Studio Kaiserslautern
Onlinefassung
Sebastian Zobel
Bild von Sebastian Zobel, Redakteur im SWR Studio Kaiserslautern

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