Am Tag nach dem großen Brand in der Verbandsgemeinde Baumholder geht der Feuerwehreinsatz weiter. 22 Hektar Wald und Wiesen standen in Flammen. Jetzt werden noch letzte Glutnester gelöscht.
Dafür verantwortlich war wohl ein Rallyeauto. Nach Angaben der Kreisverwaltung Birkenfeld war der Fahrer mit dem Wagen auf einem Feldweg bei Reichenbach unterwegs gewesen, als ein technischer Defekt auftrat. Brisant: Für diese Testfahrt hatte er laut der Behörde gar keine Genehmigung.
Keine Genehmigung für Fahrt über Feldweg
Laut Kreisverwaltung ist der asphaltierte Feldweg für den Straßenverkehr nicht freigegeben. Nur landwirtschaftliche Maschinen dürfen ihn nutzen. Für die Testfahrt hätte der Fahrer also bei der Ortsgemeinde Reichenbach eine Genehmigung beantragen müssen.
Dies sei allerdings nicht passiert. Somit dürfte die Fahrt illegal gewesen sein. Die Polizei habe deshalb das Auto sichergestellt und Ermittlungen eingeleitet. Könnte es also passieren, dass der Fahrer für den gewaltigen Feuerwehreinsatz bezahlen muss? "Über etwaige Rechtsfolgen und Haftungsfragen kann erst nach Abschluss der Ermittlungen Auskunft erteilt werden", schreibt Axel Munsteiner von der Kreisverwaltung Birkenfeld.
Rallye wird trotz des Brandes stattfinden
Auch beim ADAC habe sich der Fahrer nicht registriert, sagt Pressesprecher Marco Hillmann. Alle offiziellen Test- und Einstellungsfahrten würden angemeldet. "Wir hatten über die Fahrt bei Reichenbach keinerlei Informationen", sagt Hillmann.
Heute beginnt die Eifel-Mosel-Rallye mit einem offiziellen Testdurchlauf in Maring-Noviand. Die Rallye werde trotz des Brandes und der anhaltenden Hitze und Trockenheit stattfinden, heißt es beim ADAC und bei den Kreisverwaltungen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich, in deren Gebiet die Rallyefahrer unterwegs sind.
Das Sicherheitskonzept stehe seit Monaten. Es würden allerdings zusätzliche Brandwachen eingesetzt.