Testfahrt nicht genehmigt

Nach Brand bei Baumholder: Ermittlungen gegen Rallyefahrer

Nach dem Waldbrand bei Reichenbach ermittelt die Polizei gegen den Fahrer eines Rallyeautos. Er hatte offenbar keine Genehmigung für seine Testfahrt auf einem Feldweg.

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Von Autor/in Maximilian Storr, Christian Altmayer

Am Tag nach dem großen Brand in der Verbandsgemeinde Baumholder geht der Feuerwehreinsatz weiter. 22 Hektar Wald und Wiesen standen in Flammen. Jetzt werden noch letzte Glutnester gelöscht.

Dafür verantwortlich war wohl ein Rallyeauto. Nach Angaben der Kreisverwaltung Birkenfeld war der Fahrer mit dem Wagen auf einem Feldweg bei Reichenbach unterwegs gewesen, als ein technischer Defekt auftrat. Brisant: Für diese Testfahrt hatte er laut der Behörde gar keine Genehmigung.

Nach dem Brand in Reichenbach im Hunsrück wurden etwa 22 Hektar Wald und Wiesen zerstört.
Das Feuer nahe Reichenbach hat 22 Hektar Wald und Wiesen zerstört. Foto Hosser / Christian Schulz

Keine Genehmigung für Fahrt über Feldweg

Laut Kreisverwaltung ist der asphaltierte Feldweg für den Straßenverkehr nicht freigegeben. Nur landwirtschaftliche Maschinen dürfen ihn nutzen. Für die Testfahrt hätte der Fahrer also bei der Ortsgemeinde Reichenbach eine Genehmigung beantragen müssen.

In Reichenbach im Hunsrück brennt eine große Fläche. Die Feuerwehren sind im Einsatz.
In Reichenbach im Hunsrück hat eine riesige Fläche gebrannt. Christian Schultz-Foto Hosser

Dies sei allerdings nicht passiert. Somit dürfte die Fahrt illegal gewesen sein. Die Polizei habe deshalb das Auto sichergestellt und Ermittlungen eingeleitet. Könnte es also passieren, dass der Fahrer für den gewaltigen Feuerwehreinsatz bezahlen muss? "Über etwaige Rechtsfolgen und Haftungsfragen kann erst nach Abschluss der Ermittlungen Auskunft erteilt werden", schreibt Axel Munsteiner von der Kreisverwaltung Birkenfeld.

Rallye wird trotz des Brandes stattfinden

Auch beim ADAC habe sich der Fahrer nicht registriert, sagt Pressesprecher Marco Hillmann. Alle offiziellen Test- und Einstellungsfahrten würden angemeldet. "Wir hatten über die Fahrt bei Reichenbach keinerlei Informationen", sagt Hillmann.

Heute beginnt die Eifel-Mosel-Rallye mit einem offiziellen Testdurchlauf in Maring-Noviand. Die Rallye werde trotz des Brandes und der anhaltenden Hitze und Trockenheit stattfinden, heißt es beim ADAC und bei den Kreisverwaltungen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich, in deren Gebiet die Rallyefahrer unterwegs sind.

Das Sicherheitskonzept stehe seit Monaten. Es würden allerdings zusätzliche Brandwachen eingesetzt.

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Foto von Christian Altmayer, Redakteur bei SWR Aktuell im Studio Trier

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