Die gute Nachricht: Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Brand erlebt haben, geht es gut und sie können wieder arbeiten. Das sagt Axel Gilcher, der Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst GmbH Westpfalz. Der Schock ist auch Tage nach den Flammen noch groß. Der Geschäftsführer ist aber vor allen Dingen dankbar.
Dankbar zum einen für den Einsatz der eigenen Mitarbeiter. Da seien viele, die eigentlich frei hatten, gekommen, um zu helfen. Die Hilfsbereitschaft gehe aber auch weit über das eigene Personal hinaus: Aus anderen Rettungswachen, vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes, der Kreisverwaltung, vom benachbarten Westpfalz-Klinikum, Firmen, die den Strom wieder angeschlossen haben, besonders der Feuerwehr, die Schlimmeres verhindert hatte - die Liste ist lang.
Nach Brand auch Hilfe aus Vorderpfalz für das Rote Kreuz
"Alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, weil das wirklich nicht selbstverständlich ist", betont Gilcher. Ein weiteres Beispiel: "Der DRK Rettungsdienst Vorderpfalz hilft uns mit einem komplett ausgestatteten Notarzteinsatzfahrzeug", erzählt der Geschäftsführer.
Der vom Brand betroffene Teil des Gebäudes kann noch nicht wieder genutzt werden. Ein Notarztfahrzeug und ein Rettungswagen waren völlig ausgebrannt, auch am Gebäude gibt es große Schäden. Wie hoch der Gesamtschaden ist, kann der Geschäftsführer noch nicht sagen. Alleine die beiden zerstörten Fahrzeuge hätten inklusive Ausstattung einen ungefähren Wert von 500.000 Euro.
Personal kommt zum Teil im Westpfalz-Klinikum unter
Das Team des Notarztfahrzeuges ist am Westpfalz-Klinikum untergebracht, der Rettungswagen und das Personal haben ebenfalls in der Nachbarschaft beim Katastrophenschutz des DRK-Kreisverbandes eine Unterkunft gefunden. Zudem wurde ein weiteres Fahrzeug in einer Rettungswache in Eisenberg stationiert. Somit sei die Notfallversorgung sichergestellt.
"So schlimm das Ereignis war, es zeigt aber auch, wie leistungsfähig das Rote Kreuz dank seiner Mitarbeitenden und seiner flächendeckenden Präsenz in Rheinland-Pfalz ist", sagt der Geschäftsführer.
Brand in Kirchheimbolanden: Probleme mit Sauerstoffflasche
Das Feuer war am Montagmorgen gegen 7:20 Uhr in einer Halle des DRK in Kirchheimbolanden ausgebrochen. Nach Angaben des Geschäftsführers habe es "verdächtige Geräusche aus dem Bereich der Sauerstoffflaschen" gegeben, so Gilcher. "Sie haben dann schnellstmöglich das Fahrzeug verlassen und danach ist dann der Brand wohl ausgebrochen."
Als die Feuerwehr vor Ort ankam, stand die Halle in Flammen, sagte Wehrleiter Matthias Groß am Montagmorgen. Laut Feuerwehr waren zuvor mehrfach laute Knallgeräusche zu hören. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit zahlreichen Fahrzeugen vor Ort. Verletzt wurde niemand.
DRK-Brand Kirchheimbolanden: "Vollkatastrophe"
Was genau das Problem an der Sauerstoffflasche war, steht noch nicht fest. "Wir sind sehr froh, dass es keinen Personenschaden gab", sagte Landrat Rainer Guth (parteilos) vor Ort. Dennoch nannte er den Brand eine "Vollkatastrophe" für das Deutsche Rote Kreuz.