Finale von "KI Schulpreis"

Schule der Zukunft: Wie KI den Schulalltag im Westen der Pfalz modernisiert

Künstliche Intelligenz kann hilfreich sein, beispielsweise beim Lernen. Doch es gibt auch Gefahren. Deshalb lernen Schüler im Kreis Kusel den richtigen Umgang mit KI.

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Von Autor/in Jessica Cichy

KI als eigenes Unterrichtsfach - das bietet das Veldenz Gymnasium in Lauterecken im Kreis Kusel inzwischen schon im zweiten Schuljahr an. Chiara Heil und Finn Plewe aus der neunten Klasse gehörten im vergangenen Jahr zu den ersten Schülern, die dieses neue Fach ausprobieren durften. Heute wissen die beiden deutlich mehr über Künstliche Intelligenz.

"Am Anfang habe ich gar nicht verstanden, wie da jemand zurückschreiben kann. Im Unterricht haben wir dann gelernt, dass KI wie ein Computer ist", erzählt die 14-jährige Chiara und lacht. "Wir haben im KI-Unterricht gelernt, wie man einer KI richtig schreibt, woher sie ihre Daten bekommt und ob man den Antworten wirklich trauen kann", ergänzt der 15-jährige Finn.

Trier

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KI: Unterricht an Schule in Kreis Kusel soll auf Zukunft vorbereiten

"Es geht nicht darum, auf KI zu reagieren, sondern mit KI umzugehen", erklärt Schulleiter Ulrich Königstein. KI sei eine Erfindung von ähnlicher Bedeutung wie Buchdruck oder Internet und werde das Leben vieler Menschen prägen, meint der Schulleiter. "Wir bereiten unsere Schüler auf die Zukunft vor, denn ohne KI wird es nicht mehr gehen", erklärt er. Im Unterricht gehe es darum, das Lernen zu verändern, aber die KI auch kritisch zu hinterfragen. So verändert KI das Lernen an der Schule im Kreis Kusel.

"Es geht nicht darum, auf KI zu reagieren, sondern mit KI umzugehen."

Darum hilft die KI Schülern beim Lernen

"Ich nutze die KI zum Beispiel, um mir eine Testprüfung zusammenstellen. Die gibt mir dann ein Feedback und ich kann mich so besser auf die Prüfungen vorbereiten", erklärt Heil. Auch ihr Mitschüler ist der Meinung: "Ich hab´ in Deutsch einen Aufsatz geschrieben und dann hat die KI mir Tipps gegeben, wie es besser geht."

KI im Unterricht am Veldenz Gymnasium im Kreis Kusel.
Nach positiver Rückmeldung von Eltern und Schülern bietet das Veldenz Gymnasium in Lautercken den KI-Unterricht bereits zum zweiten Mal an.

"Die Schüler nutzen KI sowieso schon, aber es geht uns darum, dass sie die KI sinnvoll nutzen", ergänzt Lisa Häßel. Sie leitet den KI-Unterricht. KI ersetze das Lernen nicht, Schüler müssten beispielsweise Englischvokabeln oder Mathe immer noch eigenständig lernen, so Häßler. Sie diene vielmehr als ergänzendes Werkzeug.

Grundschule aus Kreis Südwestpfalz nutzt KI für Bürokratie

KI verändert nicht nur den Unterricht, sondern auch den Schulalltag. Das zeigt sich besonders an der Carl-Orff-Grundschule in Wiesbach in der Südwestpfalz. Dort probieren die Lehrkräfte seit diesem Schuljahr den Chatbot "Krisenhelfer RLP" aus. "Wenn zum Beispiel eine Schlägerei auf dem Schulhof gefilmt wird, zeigt uns der Chatbot sofort, welche Schritte laut Krisenmanagement vorgesehen sind", sagt Schulleiterin Barbara Ziegler.

Der Chatbot unterstützt die Lehrer der Grundschule in der Südwestpfalz im Krisenmanagment.
An einer Grundschule in der Südwestpfalz nutzen die Lehrkräfte KI als Hilfe für bürokratische Aufgaben. CFD City-Foto GmbH

Das Krisenmanagement ist eine Art einheitliches Handbuch für alle Schulen - nur dass die KI die passenden Seiten in Sekunden findet und übersichtlich zusammenfasst, erklärt die Schulleiterin. Der digitale Helfer schlägt außerdem vor, wie sich ähnliche Situationen in Zukunft verhindern lassen. "Somit können die Lehrer dann wieder mehr Zeit für ihre Schüler investieren, weil die bürokratischen Aufgaben natürlich auch an Schulen wachsen", so die Schulleiterin.

Thema KI wird an Schule im Kreis Kusel weiterentwickelt

Am Veldenz Gymnasium soll das Thema KI weiter ausgebaut werden. Der Schulleiter plant einen Methodentag, an dem alle Schüler die Inhalte und Erfahrungen aus dem KI-Unterricht weitergeben. "Es geht darum, dass alle Schüler den richtigen Umgang mit der KI lernen und die KI dann auch ein Benefit fürs Lernen wird", erklärt er.

Auch Lehrerin Lisa Häßel trägt zur Weiterentwicklung bei. Sie forscht zum Thema KI auch an der RPTU Kaiserslautern-Landau und hat einen KI-Assistenten entwickelt, der Schülerinnen und Schülern beim Experimentieren hilft. "Mit 30 Schülern ist es schwierig, jeden einzeln zu betreuen. Der Assistent gibt Feedback und Hilfestellungen und sorgt somit dafür, dass die Schüler ihre Experimente besser planen und durchführen können. Das erhoffen wir uns damit", sagt Häßel.

Lauterecken

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Autor/in
Jessica Cichy
Jessica Cichy, SWR Aktuell Studio Ludwigshafen

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