Ver.di fordert mehr Geld für Zivilbeschäftigte

Warnstreiks bei US-Streitkräften in Rheinland-Pfalz gestartet

Ab heute befinden sich die Zivilbeschäftigten der US-Streitkräfte in Rheinland-Pfalz im Warnstreik. Es geht um mehr Lohn. Die Gewerkschaft ver.di hat dazu aufgerufen, da die Tarifverhandlungen bislang ohne Ergebnis geblieben sind.

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Stand

Von Autor/in Andreas Kahlmeyer

Betroffen sind unter anderem Zivilbeschäftigte der US-Armee in Baumholder sowie Mitarbeitende aus Kaiserslautern und Ramstein. Bestreikt werden beispielsweise Kühlhäuser, Metzgereien, Hotels und Truppenküchen.

Warum wird gestreikt? Forderungen und Hintergründe

Die Warnstreiks sind eine Reaktion auf das aus Sicht von ver.di zu geringe Angebot der Arbeitgeber in der letzten Verhandlungsrunde. Die Arbeitgeber boten eine Lohnerhöhung von anderthalb Prozent für 12 Monate, später zwei Prozent mit einem Mindestbetrag von 65 Euro. Außerdem sollen Feuerwehrleute fünf Euro Zulage pro Schicht erhalten. Laut ver.di viel zu wenig angesichts steigender Lebenshaltungskosten und Inflation. Die Gewerkschaft fordert stattdessen zwei Euro mehr pro Stunde bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Kundgebung in Ramstein geplant

Am Donnerstag findet um 10 Uhr eine Kundgebung auf der Zufahrtsstraße zum Westgate in Ramstein statt. Während der Veranstaltung wird die Zufahrt von Landstuhl und Ramstein-Miesenbach aus vorübergehend gesperrt. Nur Teilnehmende der Kundgebung können den Versammlungsort erreichen. Rund um die Air Base kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Schon vor knapp einem Jahr hatten rund 600 US-Zivilbeschäftigte bei einem Streik die Zufahrt zur Air Base Ramstein blockiert.

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Welche Auswirkungen haben die Streiks auf den Betrieb?

Die Streiks könnten zu Verzögerungen und Ausfällen in mehreren Bereichen führen, darunter:

  • Baustellen: Verzögerungen bei geplanten Bauarbeiten.
  • Hotelbetrieb: Einschränkungen bei der Betreuung und Versorgung von Gästen.
  • Schulbusse: Ausfälle oder Verspätungen bei den betrieblich organisierten Schulfahrten.
  • Güter- und Fahrzeugverladung: Verzögerungen bei der Abwicklung von Transporten.

Die Grundversorgung bleibt jedoch gesichert. Notdienste – etwa Feuerwehr, Notruf und Wasserwerk – sind durch Vereinbarungen weiterhin gewährleistet.

Politische Unsicherheit als zusätzlicher Faktor

Laut ver.di verschärfen die politischen Unsicherheiten in den USA – etwa Haushaltskonflikte oder drohende Shutdowns – die Situation der Beschäftigten. Die Gewerkschaft kritisiert, dass solche Probleme nicht als Vorwand genutzt werden dürften, um Tarifverhandlungen zu verzögern oder Reallohnverluste hinzunehmen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 24. März 2026 geplant.

In Rheinland-Pfalz arbeiten rund 6.500 Menschen für die US-Streitkräfte, die meisten davon in der Westpfalz.

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Andreas Kahlmeyer
Reporter Andreas Kahlmeyer aus dem SWR-Studio in Kaiserslautern.

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