Neues Wärmekonzept in der Kurstadt

Historisches Kurgebäude in Bad Ems wird mit Thermalwasser geheizt

In Bad Ems wird Thermalwasser künftig fürs Heizen genutzt - erst für das Kurhaus-Ensemble, später für weitere Gebäude. Das schont die Umwelt und ist auf Dauer billiger als Öl und Gas.

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Bereits in der Vergangenheit wurde das historischen Kursaalgebäude in Bad Ems an der Lahn mit dem Thermalwasser beheizt, das nur ein paar Meter enfernt mit 56 Grad aus einer Quelle sprudelt. Doch vor einigen Jahrzehnten wurde das dafür nötige Leitungsnetz stillgelegt, nachdem man auf billiges Gas umstellte.

Weil die Preise dafür aber ständig steigen, lohne es sich heute wieder, das Thermalwasser zum Heizen im Kursaalgebäude zu nutzen, heißt es von der Staatsbad GmbH Bad Ems. Das Kursaalgebäude ist ein schicker Gebäude-Komplex aus dem 19. Jahrhundert am Lahnufer, in dem die Spielbank, der Marmorsaal und das Kurtheater untergebracht sind.

Der historische Quellturm in Bad Ems über der Quelle, aus der das heiße Thermalwasser fürs Heizen genutzt wird.

Bis zu 80 Prozent weniger Gas nötig

Die Staatsbad GmbH Bad Ems hat deshalb die Chance genutzt, als vor kurzem das gesamte Heizsystem im historischen Kursaalgebäude mitten im großen Kurpark am Lahnufer sowieso saniert werden musste. Es wurde eine neue Leitung eingebaut, die über einen Wärmetauscher die Wärme aus dem Thermalwasser umwandelt und nutzt. Das soll in Zukunft bis zu 80 Prozent Gas einsparen. Und damit auch Geld.

Nach Angaben von Achim Deusner, dem Geschäftsführer der Staatsbad GmbH, betrugen die Heizkosten alleine im Jahr 2023 rund 100.000 Euro. Die neue Heizung, die das Thermalwasser nutzt, hat insgesamt zwar rund eine Million Euro gekostet. Die hat zum größten Teil das Land bezahlt. In rund zehn Jahren hat sich die Investition aber schon gerechnet. Das neue Wärmekonzept sei ein Beitrag zum Klimaschutz, sagt Deusner, und es gebe Versorgungssicherheit

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