Drei Leichtverletzte und großer Schaden

Feuer im Hotel Weißmühle Cochem: Ursache war technischer Defekt

Ein technischer Defekt soll den Hotelbrand im Enderttal in Cochem in der vergangenen Woche ausgelöst haben. Eine Brandstiftung schließen die Ermittler aus.

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Die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass es einen technischen Defekt in einer Zwischendecke des Gebäudes gab. Wie dieser konkret aussah, konnte die Kriminalpolizei auf SWR-Nachfrage noch nicht sagen. Die Ermittlungen dauern weiter an.

Das Feuer war am Mittwochmittag um kurz nach 13 Uhr im Dachstuhl des Hotels ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte ein Großteil des Daches in Flammen gestanden. Drei Menschen mussten von Ärzten betreut werden, sie hatten Rauchgasvergiftungen erlitten.

Löscharbeiten bis in den späten Abend

Die Löscharbeiten zogen sich bis in den späten Mittwochabend hinein. Die Feuerwehr hatte über Nacht noch eine Brandwache eingerichtet. Am Donnerstag wurde das Hotel an die Polizei übergeben, die das vierte Obergeschoss für die Brandermittlung versiegelte. Dort befinden sich laut dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Cochem, Wolfgang Lambertz, Unterkünfte von Mitarbeitern sowie ein Wellnessraum mit Sauna.

Hotelgäste in anderen Unterkünften untergekommen

Die mehr als 30 Gäste des Hotels konnten laut Lambertz in anderen Unterkünften in der Region untergebracht werden. "Es haben sehr viele ihre Hilfe angeboten, als sie die Not gesehen haben", sagte Lambertz. Vorher seien sie in einer Versorgungsstelle betreut worden.

Wie der VG-Bürgermeister außerdem mitteilte, konnten die meisten Gäste am Donnerstag wieder zurück in ihre Zimmer. Die ersten beiden Etagen des Hotels seien kaum vom Brand und Löschwasser betroffen gewesen.

Schwierige Löscharbeiten im Enderttal

Die Löscharbeiten waren aufgrund der abgeschiedenen Lage des Hotels mit schlechtem Handyempfang eine Herausforderung, wie der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Cochem, Jörg Hirschen, im Gespräch mit dem SWR sagte. Die Wasserversorgung lief demnach über eine Zisterne, die mit Wasser aus dem Bach gespeist wurde. Zeitweise seien mehr als 160 Einsatzkräfte vor Ort gewesen.

Hoher Schaden bei Hotelbrand

Nach ersten Schätzungen geht die Polizei in Cochem von einer Schadenshöhe von mindestens 300.000 Euro aus. Das Hotel mit mehr als 30 Gästezimmern liegt oberhalb von Cochem an einem Wanderweg. Weitere Gebäude waren daher von dem Feuer nicht betroffen.

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