Zunächst war unklar gewesen, wie schnell der ausgebrannte Lkw und sein undichter Tank mit Flüssiggas geborgen und abtransportiert werden können. Bei dem Tank war Gas aus einem Überdruckventil entwichen. Deswegen ging die Autobahnpolizei zunächst von weiteren Verkehrsbehinderungen für mehrere Tage aus. Nach Auskunft der Polizei ging das nun schneller als befürchtet. Alle drei Fahrstreifen sind inzwischen wieder frei befahrbar und der zerstörte Lkw ist laut der Autobahn GmbH West auch seit dem späten Mittwochabend abtransportiert.
Besondere Lage wegen Flüssiggas im Lkw
Die Feuerwehr war am Dienstagnachmittag gegen 15:30 Uhr alarmiert worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Sattelzug bereits vollständig in Flammen. Zusätzlich hatte sich das Feuer auf rund 100 Quadratmeter angrenzende Böschung ausgebreitet.
Da der Lkw mit Flüssiggas fuhr, musste die Zugmaschine nach Auskunft der Feuerwehr gekühlt werden. Ähnlich wie bei Gasgrill-Flaschen steht auch der Flüssiggastank unter Druck. Bei Hitze dehnt sich das Gas aus, der Tank könnte beschädigt werden oder im Extremfall explodieren. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung hatte die Feuerwehr einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet.
Lkw-Brand führte zu langem Stau am Dienstag
Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa eine halbe Million Euro. Durch den Unfall bildete sich ein bis zu zwölf Kilometer langer Rückstau. Am Dienstagabend fuhr zudem ein Auto am Stauende auf einen Sattelzug auf. Der Autofahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Am frühen Mittwochmorgen konnte der Verkehr schließlich über den linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeilaufen.