Flutkatastrophe hat die Campingplätze verändert

Betreiber im Ahrtal freuen sich auf Saisonstart der Campingplätze an Ostern

Durch die Flutkatastrophe 2021 wurden im Ahrtal auch Campingplätze zerstört. Der Platz in Schuld wurde wieder aufgebaut und freut sich auf den Saisonstart an Ostern.

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Von Autor/in Fabian Janssen

Der Campingplatz in Schuld liegt idyllisch an der Ahr. Noch sind fast alle Wohnmobile, Camper und Zeltplätze leer. Der Hof vor der Rezeption ist frisch planiert und gepflastert. Immer noch werden Schäden von der Flutkatastrophe 2021 beseitigt. Doch jetzt sind erstmal alle Bauarbeiten vor dem Saisonstart abgeschlossen.

Die Flutkatastrophe hat den Campingplatz in Schuld verändert

Das Campingleben an der Ahr hat sich durch die Flutkatastrophe 2021 verändert. Vor der Katastrophe gab es hier vor allem Dauercamper. Die Wohnwagen und Hütten der Dauercamper seien durch die Flut mitgerissen worden, sagt Eigentümerin Anni Bläser.

Die Campingplätze im Ahrtal freuen sich über den Saisonstart - auch der Platz in Schuld.
Der Campingplatz Schuld/Ahr hat bereits zwei Jahre nach der Flutkatastrohe wieder die ersten Gäste empfangen.

"Die ganzen Häuschen sind ja weg von der Flut. Die Gäste müssen sich jetzt mehr eindecken, weil auch insgesamt die Infrastruktur noch nicht so da ist, wie es sein soll oder müsste", sagt Bläser.

Schon im zweiten Jahr nach der Flut hat sie den Campingplatz, den sie mit ihrem Mann betreibt, wiedereröffnet. Damals kamen wenig Gäste, sagt sie. Viele hätten wohl Angst gehabt als Schaulustige oder Gaffer zu gelten, aber das habe sich inzwischen gelegt. "Sie wissen schon, dass sie den Menschen im Ahrtal helfen, wenn sie uns besuchen kommen."

Über Ostern startet die Campingsaison im Ahrtal

Mittlerweile besuchen den Campingplatz in Schuld viele Camper spontan, sagt Anni Bläser. "Das haben wir sehr oft, dass wir viele Leute haben, die sehr spontan, ohne Termin kommen. Das ist auch heute so Gang und gebe. Aber für die langen Wochenenden, wie jetzt an Ostern haben wir meistens Vorbuchungen." Der Osterbetrieb startet am Donnerstagmittag.

Die Campingsaison startet im Ahrtal. Der Ahrtal-Tourismus freut sich auf immer mehr Besucher.
Sebastian Rischen vom Verein Ahrtal-Tourismus ist für das "Nachhaltige Tourismuskonzept 2025" verantwortlich.

Immer mehr junge Menschen besuchen das Ahrtal

Diesen Trend eines neuen Publikums spürt auch der Verein für Ahrtal-Tourismus. "Wir stellen vermehrt fest, dass das Publikum hier jünger wird, dass es aktiver wird. Sowohl Familien als auch Pärchen oder jüngere Gruppen möchten wirklich aktiv über die Wanderwege gehen", sagt Sebastian Rischen vom Ahrtal-Tourismus.

Genau auch für diese Zielgruppe haben sie in der vergangenen Woche zum Start der Wandersaison sieben neue Ahrschleifen eröffnet. "Das sind neue Rundwanderwege entlang des Ahrsteigs. Immer mehr Menschen wollen Rundwege gehen und am Ende wieder am Wanderparkplatz ankommen, wo sie geparkt haben."

Die Tourismus-Branche im Ahrtal hofft auf immer mehr Besucher

Sebastian Rischen ist für das "Nachhaltige Tourismuskonzept 2025" im Ahrtal verantwortlich. Durch neue Angebote sollen auch wieder mehr Gäste ins Ahrtal kommen. "Die Zahlen sind noch lange nicht wieder auf dem Vor-Corona und Vor-Flut-Niveau." Rischen betont, dass "hier alle wieder am Start sind und warten, dass die Gäste kommen."

Auf eine erfolgreiche Saison hofft jetzt auch Anni Bläser auf ihrem Campingplatz in Schuld. "Die ersten Anzeichen sind schon da", sagt sie.

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