Welche Bauprojekte sind im Kurpark geplant?
Warum wird im Kurpark gerade schon gebaut?
Wie sieht der Kurpark künftig aus?
Wo sprudelt das Heilwasser in Zukunft?
Was wird Touristen geboten?
Was passiert in Sachen Hochwasserschutz?
Welche Bauprojekte sind im Kurpark geplant?
Zentrales Bauprojekt wird das sogenannte Kurparkterrassen-Gebäude sein. Das Gebäude im hinteren Teil des Kurparks wurde von der Flut getroffen und soll laut Stadt umfassend saniert und erneuert werden. Danach sollen wieder die Ahrtal-Touristik, die Ahrtal Marketing GmbH sowie der Ahrwein e.V. in das Haus einziehen. Die Sanierung soll bis Sommer nächsten Jahres abgeschlossen sein und zusammen mit der Neugesaltung des Kurparks rund 24 Millionen Euro kosten.
Warum wird im Kurpark gerade schon gebaut?
Seit August 2024 baut die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler einen neuen Gebäudekomplex am Rande des Kurparks, der die ehemaligen Kurpark-Anlagen ersetzen soll. Im Bau sind eine große Konzerthalle mit bis zu 460 Sitzplätzen, die Stadtbibliothek sowie das sogenannte "Haus des Gastes", in dem auch die neue Tourist-Information einziehen wird.
In dem neuen Komplex sollen später zum Beispiel Kulturveranstaltungen und öffentliche Events stattfinden. Die Kosten dieses Bauabschnitts belaufen sich laut den Planungen auf etwa 26,2 Millionen Euro. Das Gebäude soll im Frühjahr 2027 fertig sein.
Wie sieht der Kurpark künftig aus?
Die Stadt plant, in dem vier Hektar großen Kurpark einen großen Show-Springbrunnen zu installieren. Dazu sollen ein Heilkräutergarten und Flächen mit Wildblumen gestaltet werden. Am Ahrufer und entlang des renaturierten Mühlenteichgrabens, der mitten durch den Park läuft, sind Sitzstufen vorgesehen.
Wo sprudelt das Heilwasser in Zukunft?
Die Brunnentechnik für das Heilwasser, das in Bad Neuenahr aus der Erde kommt, soll künftig zentral im neuen Kurparkterrassen-Gebäude verbaut werden. Die Technik des sogenannten "Großen Sprudels" war vor der Flut an verschiedenen Standorten im Kurviertel verortet. Laut den Planern ist es künftig sinnvoller und kostengünstiger, die Anlagen an einem Ort zu bündeln.
Was wird Touristen geboten?
Der "Große Sprudel" soll als wichtiger Bestandteil der Kurstadt ebenfalls im Kurparkterrassen-Gebäude sichtbar gemacht werden. Dazu sind einige touristische Angebote geplant, die dann als Heilwasser-Erlebniswelt beworben werden sollen: zum Beispiel Trinkbrunnen, ein Brunnengarten mit Kneippbecken und eine interaktive Heilwasser-Ausstellung.
Sie soll das Highlight des neuen Kurparks werden und nach Angaben der Stadt "Wissenswertes aus den Themenbereichen Heilquellen, Stadtgeschichte, Vulkanismus, Geologie, Hydrogeologie, Mineralien, Technik, Gesundheit sowie Wasser- und Klimaschutz vermitteln." Ziel sei es, das Thema Heilwasser mit allen Sinnen erlebbar zu machen und damit auch jüngere Gäste sowie Familien mit Kindern anzusprechen. Die Ausstellung soll im Sommer 2028 eröffnen.
Was passiert in Sachen Hochwasserschutz?
Der gesamte Kurpark wird laut den Planern neu gestaltet und auch hochwasserangepasst bebaut. Einige Bereiche sollen zum Beispiel als Retentionsflächen tiefergelegt werden, damit sich Wasser dort sammeln kann. Dem Mühlenteichgraben komme dabei eine wichtige Rolle zu, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Der künstlich angelegte Wassergraben im Kurpark Bad Neuenahr soll verbreitert und renaturiert werden.