Wenige Tage nach dem Großeinsatz der Polizei an einer Bank in Sinzig kommen neue Informationen ans Licht. Wie Polizei und die Staatsanwaltschaft Koblenz jetzt mitteilten, soll ein Täter eine Schusswaffe gehabt haben. Die Waffe soll er vorgehalten haben, um einen Bankmitarbeiter und einen Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens unter seine Kontrolle zu bringen und sie in den Tresorraum der Bank zu sperren.
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen inzwischen davon aus, dass der oder die Täter bereits mit dem erbeuteten Behälter voller Bargeld geflüchtet waren, bevor die Beamten eintrafen. Eine Flucht, nachdem die Einsatzkräfte die Bank umstellt und die Innenstadt weiträumig gesperrt hatten, könne ausgeschlossen werden. Wie viel Geld erbeutet wurde, dazu machten die Behörden bislang keine Angaben.
Großer Polizeieinsatz Nach Überfall auf Geldtransporter in Sinzig - Fahndung nach Täter läuft
Nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter in Sinzig fahndet die Polizei weiter nach dem oder den Tätern. Nach dem Überfall am Freitag hatte es einen stundenlangen Großeinsatz der Polizei gegeben.
BDGW: Werte aus Geldtransporter und Bank wurden entwendet
Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) wurde aber nicht nur der Geldtransporter beraubt, "sondern es sind auch Werte aus dem Tresor der Bank entwendet worden. Das heißt, wir haben noch keinen genauen Gesamtüberblick über die tatsächliche Schadenssumme in Sinzig", so Hauptgeschäftsführer Andreas Paulick. Auf Nachfrage des SWR hat die Polizei diese Informationen weder bestätigt noch dementiert.
Fahndung nach Täter läuft weiter
Gesucht wird weiterhin nach einem etwa 1,80 Meter großen Mann, der einen weißen Overall, ähnlich einem Imkeranzug, trug. Wie die Polizei mitteilt, spreche der Mann "akzentfreies Deutsch". Unklar ist nach wie vor, wer der Täter ist und ob er alleine gehandelt hat. Die Fahndung laufe weiter, ebenso wie die Ermittlungen, unter anderem mit Anwohner-Befragungen.
Ein noch unbekannter Täter hatte am Freitag in Sinzig einem Boten den Geldbehälter abgenommen, ihn mit einer weiteren Person in einer Bank eingeschlossen und war verschwunden. Die Polizei war zunächst von einer Geiselnahme ausgegangen.