Niedrige Wasserstände

Nach Hitzewelle: Im Norden von RLP sollen Bürger kein Wasser aus Bächen entnehmen

Im Norden von Rheinland-Pfalz haben auch die Fließgewässer unter der Hitzewelle gelitten. Daher bitten einige Wasserbehörden, kein Wasser aus Bächen und Flüssen zu entnehmen.

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Laut der Unteren Wasserbehörde des Kreises Mayen Koblenz sind die Folgen der Hitzewelle für die Gewässer deutlich sichtbar: Besonders die kleineren Flüsse und Bäche im Landkreis führten nur noch wenig Wasser oder seien teilweise sogar ausgetrocknet. Und auch die Wassertemperaturen seien hoch. Das setze der Natur erheblich zu.

Wasserentnahme belastet Ökosysteme zusätzlich

Die Behörde appelliert deshalb an alle Bürger, derzeit kein Wasser zu entnehmen - auch, wenn das für geringe Mengen sonst erlaubt ist. "Bereits geringe Wasserentnahmen können die empfindlichen Ökosysteme zusätzlich belasten und das Überleben der aquatischen Tier- und Pflanzenwelt gefährden", heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

Unter "geringen Wassermengen" versteht der Landkreis einen Eimer oder eine Gießkanne voll. Wasser abzupumpen oder aufzustauen ist (ohne Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde) ohnehin verboten.

Nach der Hitzewelle hat die Nette im Kreis Mayen-Koblenz einen niedrigen Wasserstand.
Nach der Hitzewelle hat die Nette im Kreis Mayen-Koblenz einen niedrigen Wasserstand. Kreisverwaltung MYK

Wasserentnahmeverbot im Rhein-Hunsrück-Kreis

Auch im Rhein-Hunsrück-Kreis ist die Lage nach Angaben der Kreisverwaltung kritisch. Bereits in den vergangenen Jahren gab es demnach zu wenig Regen, sodass sich die Grund- und Oberflächenwasserbestände nicht erholen konnten. Die zuständige Wasserbehörde rechnet mit einer weiteren Verschlechterung infolge der Hitzewelle.

Deswegen gilt im Rhein-Hunsrück-Kreis bereits seit dem 26. Juni bis auf Weiteres ein Wasserentnahmeverbot. Die Kreisverwaltung kündigt auch Kontrollen an, um sicherzustellen, dass die Bürger sich an das Verbot halten. Sie weist darauf hin, dass Bußgelder verhängt werden können, wenn man sich daran nicht gehalten wird.

Bäume können Gewässer vor Erwärmung schützen

Um die Gewässer in Zukunft besser zu schützen, bietet die Untere Wasserbehörde des Kreises Mayen-Koblenz auch Beratungen für Grundstückseigentümer an. Hilfreich sei es beispielweise standortgerechte Bäume wie Erlen oder Weiden auf Grundstücken entlang der Nette, des Krufter Bachs, des Elzbachs, des Saynbachs oder des Brexbachs zu pflanzen. Denn durch ihren Schatten könnten die Bäume die Erwärmung der Fließgewässer begrenzen, so die Kreisverwaltung.

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