Vor kurzem ist Peppone im Zoo in Neuwied angekommen. In einer Transportkiste, die sechs Menschen schleppen mussten. Denn der Flachlandtapir ist gut 200 Kilo schwer. Im Zoo Neuwied lebt er jetzt erstmal in einem eigenen Bereich, erklärt Kurator Max Birkendorf.
"So ein Transport ist immer mit Anspannung verbunden", sagt Birkendorf. "Das Tier wird in eine neue Umgebung gebracht, die ihm erstmal völlig fremd ist." Um den Stress für Peppone zu verringern, hat er erstmal keinen Kontakt zu neuen Artgenossen.
Pepppone war zuletzt allein im Zoo Duisburg
Bei Peppone handelt es sich um ein elf Jahre altes Flachlandtapir-Männchen, das im Zoo Duisburg zur Welt gekommen ist und dort auch bis jetzt gelebt hat, seit dem Tod seines Vaters im Herbst allein. Nun soll er im Zoo Neuwied dem Tapirweibchen May-May Gesellschaft leisten. Das ist Teil eines groß angelegten Ringtausches, der vom Erhaltungszuchtprogramm der bedrohten Art angestoßen wurde.
Transport in den Zoo Neuwied ohne zu viel Stress
Der Transport war im Vorfeld sorgfältig geplant worden: "Schon vor ein paar Wochen haben wir unsere Transportkiste nach Duisburg gebracht, damit die Kollegen dort Peppone an diese gewöhnen konnten und mit ihm üben, dass er bereitwillig und ohne Druck von selbst in die Kiste läuft", erläutert der Kurator. "Wir haben Peppone selbst abgeholt und ohne Umwege nach Neuwied gefahren, sodass er nur kurz in der Kiste ausharren musste."
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Peppone soll May-May bald kennenlernen
Noch wird es aber ein paar Tage dauern, bis Peppone seine zukünftige Gefährtin kennenlernt, sagt Max Birkendorf. Er ist zuversichtlich, dass die beiden miteinander klarkommen werden. "Abgesehen davon, dass bei Flachlandtapiren die Weibchen nämlich generell größer und kräftiger sind als die Männchen, hat May-May unserer Erfahrung nach auch ein besonders dominantes Wesen", lacht der Kurator.
Erstmal soll Peppone aber auf eigene Faust alle Teile des Geheges erkunden. Dazu gehören eine Innenanlage mit Badebecken und zwei große Außenbereiche. "Als wir die Anlage 2018 gebaut haben, haben wir für die Zukunft geplant - ein Pärchen ausgewachsener Tapire hat hier locker Platz", sagt Birkendorf. "Und sollte es zwischen May-May und Peppone zu einer erfolgreichen Fortpflanzung kommen, ist zunächst auch für den Nachwuchs genug Platz."