Drei Jahre Krieg gegen die Ukraine

Zahl geflüchteter Ukrainer in RLP auf Höchststand

Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine vor drei Jahren hat RLP mehr als 53.000 Geflüchtete aufgenommen. Die Zahl habe damit einen Höchststand erreicht, teilte das Integrationsministerium mit.

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Stand

Mit insgesamt 53.334 Personen waren es am 19. Januar so viele wie noch nie zuvor seit dem russischen Angriff vor drei Jahren, teilte der Sprecher des Integrationsministeriums, Nils Dettki, mit. Allein in den ersten sieben Wochen dieses Jahres seien fast tausend Menschen aus der Ukraine nach Rheinland-Pfalz gekommen. Drei Jahre Krieg und der Regierungswechsel in den USA würden sich darauf auswirken.

Im vergangenen Jahr seien 11.175 Kriegsflüchtlinge aufgenommen worden. Das seien 1.060 mehr als 2023 gewesen. Der Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine jährt sich am 24. Februar zum dritten Mal.

Zerstörte Infrastruktur und Trump-Äußerungen führen zu Flucht

Nach Angaben von Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) führten die schwierige Situation in der Ukraine und die internationale Lage dazu, dass mehr Menschen nach Deutschland kämen. Angesichts zunehmend zerstörter Infrastruktur seien die Energieversorgung und das Heizen in der Ukraine immer schwieriger. Außerdem dürften die Äußerungen von US-Präsident Trump über die Ukraine für Verunsicherung sorgen - ebenso das Treffen zwischen US-Außenminister Marco Rubio und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zum Ukraine-Krieg im saudi-arabischen Riad.

Schweitzer erklärte, Rheinland-Pfalz stehe weiter solidarisch an der Seite der Ukraine und ihrer Menschen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer hätten hier einen verlässlichen Schutzort gefunden, die Hilfsbereitschaft in Rheinland-Pfalz gegenüber den Geflüchteten sei sehr groß.

Unabhängig vom weiteren Verlauf des Krieges ist es unser oberstes Ziel, dass die ukrainischen Schülerinnen und Schüler weiter als voll- und gleichwertige Mitglieder in unsere Schulgemeinschaften aufgenommen sind.                               

10.000 Ukrainische Schülerinnen und Schüler in RLP

Laut Bildungsministerium sind seit Kriegsbeginn rund 10.000 Schülerinnen und Schüler an rheinland-pfälzischen Schulen aufgenommen worden. Grundsätzlich stagniere die Zahl der Neuankommenden auf hohem Niveau.

Für alle Kinder aus der Ukraine gelte die Schulpflicht, so das Bildungsministerium. Alle Schülerinnen und Schüler würden vom ersten Tag an in die Regelklassen integriert. In einigen Fächern wie zum Beispiel Sport, Musik oder Kunst nähmen sie von Anfang an zusammen mit den anderen Schülern am Unterricht teil. Daneben besuchten sie Deutschintensivkurse.

Hubig: Nehmen Schüler auf, solange Krieg andauert

Mit zunehmenden Sprachkenntnissen könnten sie dann am regulären Unterricht teilnehmen. Daneben erhielten die Schüler aber auch muttersprachlichen Unterricht. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte, solange der Krieg gegen die Ukraine andauere, und es keinen gerechten Frieden gebe, werde Rheinland-Pfalz auch weiterhin ukrainische Schüler aufnehmen und unterstützen. "Unabhängig vom weiteren Verlauf des Krieges ist es unser oberstes Ziel, dass die ukrainischen Schülerinnen und Schüler weiter als voll- und gleichwertige Mitglieder in unsere Schulgemeinschaften aufgenommen sind."                              

In den Kitas würden derzeit mehr als 1.100 Kinder betreut. Rund 150 ukrainische Lehrkräfte und Betreuungspersonen seien an den Schulen beschäftigt. Einige von ihnen hätten schon vor Kriegsausbruch in Rheinland-Pfalz gelebt. 

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SWR