Neue Initiative will für K.-o.-Tropfen sensibilisieren

Kostenlose Armbänder gegen K.-o.-Tropfen für Jugendliche in Speyer

In Speyer können Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien kostenlos Testarmbänder gegen K.-o.-Tropfen bekommen. Die Aktion ist ein gemeinsames Projekt der Jugendberufsagentur, der Schulsozialarbeit und des ZONTA-Clubs.

Teilen

Stand

Von Autor/in Paul Lütge

Die Papier-Armbänder sollen Schülerinnen und Schüler vor K.-o.-Tropfen schützen. Zum Testen rührt man sein Getränk um und tupft ein paar Tropfen auf das Testfeld am Armband. Nach maximal zwei Minuten sieht man ein Ergebnis: Färbt sich das Feld blau, enthält das Getränk wahrscheinlich K.-o.-Tropfen.

Wie die Stadt Speyer mitteilt, sollen die Armbänder es so möglich machen, Getränke diskret auf K.-o-Tropfen zu testen. Bereits geringe Mengen der Flüssigkeit genügen, um durch eine einfache chemische Reaktion auf dem Armband einen Hinweis zu geben.

Armbänder sollen vor gefährlichen Drinks schützen

Die Armbänder sind Teil einer neuen Präventionsinitiative in Speyer, die unter anderem vom ZONTA-Club, in dem sich berufstätige Frauen engagieren, gestartet wurden. Nach Angaben der Stadt Speyer hat der ZONTA-Club die Armbänder finanziert. Die Armbändchen werden demnach von den Schulsozialarbeitern an den Schulen in Speyer und außerdem im Rahmen der Jugendförderung verteilt.

Außerdem können Jugendliche auch mit Pädagogen der Jugendberufsagentur Plus über ihre Erfahrungen sprechen. Das Projekt soll auf die Gefahr durch K.-o.-Tropfen aufmerksam machen, teilte die Stadt Speyer in einer Pressemitteilung mit.

Gesellschaft K.-o.-Tropfen – Was tun gegen die unsichtbare Gefahr?

Vergewaltigung und Raub nach einem K.-o.-Tropfen-Angriff betreffen meist Frauen. Liquid Ecstasy schaltet die Erinnerung aus, Anzeige erstatten nur wenige Opfer. Was schützt?

Das Wissen SWR Kultur

Heilbronn

Bundeskabinett will Kinder und Jugendliche schützen K.o.-Tropfen und Lachgas: Viele Fälle bleiben womöglich unentdeckt

Lachgas als Partydroge und K.o.-Tropfen als gefährliche Waffe - die Bundesregierung will beides verbieten. Auch im Raum Heilbronn sind die Risiken bekannt.

SWR4 am Wochenende SWR4

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Paul Lütge