Am Sonntag hatten Einsatzkräfte angefangen, den Motor des Flugzeugs zu bergen. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht, weil der Motor im Garten eines Wohngebiets lag und an die Straße bewegt werden musste. Mit einem Kran über die Hausdächer wollten ihn die Einsatzkräfte nicht heben, weil Trümmerteile vom Motor hätten abfallen können.
Motor und Propeller wiegen bis zu 750 Kilo
Deswegen versuchten sie Motor und Propeller mit einem Hubwagen über den kleinen Weg an die Straße zu schieben. Das Technische Hilfswerk rechnete damit, dass alle Trümmerteile bis Sonntagabend abtransportiert werden. Dafür wurde der Motor in zwei Stücke geschnitten. Motor und Propeller wiegen insgesamt bis zu 750 Kilogramm.
Die Polizei will darüber hinaus weitere Zeugen befragen. Außerdem müssten noch weitere Trümmerteile dokumentiert werden.
Zwei Tote Männer stammen aus Bayern
Bei den Toten handele es sich um einen 60-jährigen Mann aus dem bayerischen Landkreis Ebersberg und einen 66-Jährigen aus dem Landkreis Starnberg - ebenfalls in Bayern. Beide seien deutsche Staatsbürger.
Hinweise auf verletzte Anwohner durch Trümmerteile gebe es aktuell nicht, teilte die Polizei mit. Eine 66 Jahre alte Frau habe sich leicht verletzt, als sie vor den Trümmerteilen geflüchtet und gestürzt sei.
Die Staatsanwaltschaft Frankenthal, die Kriminalpolizei Ludwigshafen und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) haben die Ermittlungen zur Absturzursache aufgenommen. Bis die Unfallursache klar ist, wird es laut BFU noch Monate dauern. Die Untersuchungsbehörde rechnet damit, dass der Abschlussbericht erst in ein bis zwei Jahren vorliegen wird.
Flugzeug explodierte offenbar in der Luft
Das Flugzeug war laut Polizei am Samstagvormittag in Aachen-Merzbrück gestartet und war dann nach Oberpfaffenhofen in Bayern unterwegs. Das Propellerflugzeug vom Typ North American Aviation T-28-Trojan sei offenbar in der Luft explodiert, sagte Axel Fischer, der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur des Kreises, dem SWR. Zahlreiche Trümmerteile stürzten anschließend auf umliegende Häuser, Gehwege und in Gärten.
Zeugen: Flugzeug streifte Haus
Glück für die Anwohner: Da es zum Zeitpunkt des Unglücks geregnet hatte, waren keine Menschen auf der Straße oder in den Gärten. Nach Angaben der Feuerwehr passierte das Unglück am Ortsrand von Limburgerhof im Bereich der Max-Planck-Straße. Zeugen berichten, dass das Flugzeug wohl ein Haus gestreift hat.
Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt. Ein Hubschrauber war laut Polizei im Einsatz, um Luftbilder von der Absturzstelle zu machen.
Für Anwohner wurde eine Anlaufstelle im Albert-Schweitzer-Haus im Mühlweg 52 eingerichtet. Dort sollen sich Grundstücksbesitzer und Zeugen, die sich bisher noch nicht gemeldet haben und von der Polizei kontaktiert wurden, melden. Die Polizei bittet außerdem darum, die Trümmerteile an Ort und Stelle zu lassen. Die Teile werden von Einsatzkräften abgeholt und sichergestellt.