"Es ist tief beschämend"

Missbrauch im Bistum Speyer: Einrichtungen für Kinder bitten um Vergebung

Eine Studie hat das Ausmaß sexuellen Missbrauchs im Bistum Speyer offenbart. Jetzt nehmen drei Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe Stellung, entschuldigen sich und rufen Betroffene auf, sich zu melden.

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Nach der Veröffentlichung des ersten Teils einer Aufarbeitungsstudie zu sexuellem Missbrauch im Bistum Speyer Anfang Mai wollen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ihre Schutzkonzepte prüfen und überarbeiten.

Missbrauch im Bistum Speyer: "Es ist tief beschämend"

"Wir bitten um Vergebung bei allen Betroffenen, die in unseren Einrichtungen in der Vergangenheit Unrecht und Leid erfahren haben", schrieben die Leitungen dreier Einrichtungen in der Diözese Speyer am Donnerstag in einer Erklärung. "Es ist tief beschämend und eine schreckliche Wirklichkeit, die nicht ungeschehen gemacht werden kann." An der Erklärung beteiligten sich das Jugendwerk St. Josef in Landau, das Nardinihaus in Pirmasens und das Caritas-Förderzentrum Nikolaus von Weis in Landstuhl. Deren Leiterinnen kündigten an, interne Prozesse anstoßen zu wollen, um eine Umgangsweise mit der Vergangenheit zu erarbeiten.

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Speyer: Mitarbeitende sensibilisieren

Als Grundlage sollen die Leitlinien zur Entwicklung einer Gedenkkultur im Bistum Speyer dienen. Die Kinder und Jugendlichen sowie die Mitarbeitenden ihrer Einrichtungen sollen zudem stärker für Grenzverletzungen sensibilisiert werden.  Die Leiterinnen baten darum, dass sich etwaige weitere Betroffene bei ihnen melden sollen. "Wir wollen gemeinsam mit den Betroffenen lernen, was wir in Zukunft besser machen können", hieß es. Es gehe um einen Austausch - darum, hinzuhören, was ihnen passiert sei und was ihnen heute helfe.

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