Nach dem Abriss der Hochstraße Nord in Ludwigshafen sollen rund um die künftige Helmut-Kohl-Allee fünf Wohnsiedlungen und ein großer Stadtpark entstehen. Die Pläne sind fertig und der Bauausschuss des Stadtrats hat ihnen zugestimmt.
Neue Wohnungen, Büros, Kneipen und eine Grundschule
Durch den Abriss der maroden Hochstraße Nord werden in der Ludwigshafener Innenstadt 39 Hektar Fläche frei. Dort verläuft künftig die neue Helmut-Kohl-Allee. Seitlich davon entstehen neben Wohnungen auch Büros, Geschäfte und Restaurants sowie eine neue Grundschule. Das höchste neue Gebäude hat 17 Stockwerke.
Klettern auf alten Hochstraßen-Brückenpfeilern
Der Friedenspark wird erweitert und ist neben dem Ebertpark künftig Ludwighafens zweiter großer Stadtpark. Mitten im Park bleiben Pfeiler der Hochstraße Nord stehen. Sie sollen als Aussichtsplattform, Kletterfelsen und Fläche für Graffiti-Sprüher genutzt werden.
Stadtrat entscheidet am 21. September
Endgültig verabschiedet wird der Rahmenplan zur Bebauung der Flächen rund um die Helmut-Kohl-Allee am 21. September vom Ludwigshafener Stadtrat.
Keine Seilbahn nach Mannheim
Außerdem ging es im Ausschuss um den Vorschlag, eine Seilbahn über den Rhein nach Mannheim zu bauen. Die Stadtverwaltung Ludwigshafen hat dem Bauausschuss des Stadtrats mitgeteilt, das sie das Projekt ablehnt. Eine Seilbahn zwischen dem Berliner Platz in Ludwigshafen und dem ehemaligen Eisstadion in Mannheim kostet laut einem Gutachten 27 Millionen Euro. Eine Eröffnung ist erst in acht Jahren möglich. Das ist viel zu spät, um die aktuellen Verkehrsprobleme zu lösen, meint die Stadt Ludwigshafen.
Innenstadtplätze werden entsiegelt
Außerdem wurde der Bauausschuss informiert über Maßnahmen zur Klimawandelanpassung. In diesen Tagen beginnen an mehreren Stellen Bauarbeiten, bei denen asphaltierte Flächen entsiegelt werden. Zunächst sind vier zentrale Plätze in der Ludwigshafener Innenstadt dran, unter anderem der Theaterplatz und der Bürgerhof. Über 1.000 Quadratmeter Asphaltfläche werden begrünt, es werden 20 Bäume gepflanzt und vier Trinkwasserbrunnen aufgestellt. Die Kosten von insgesamt 3,8 Millionen Euro zahlt komplett das Land Rheinland-Pfalz.