Sorgen müsse man sich um die Tiere auf keinen Fall, sagt der Landauer Zoodirektor Jens-Ove Heckel. Einige kämen sogar aus Regionen, in denen es noch heißer werden könne – und brächten entsprechende Fähigkeiten gleich mit: "Die afrikanischen Zwergrüssel-Dikdiks aus der Familie der Zwergantilopen nutzen ihre rüsselartigen Nasen bei Bedarf so, dass beim Ausatmen weniger Wasser verdunstet."
Zoodirektor: Von den Tieren in Landau lernen
Vor allem wissen Tiere aber instinktiv, was ihnen gut tut, und was ihnen nicht so gut tut, so Heckel. Und bei Hitze ließen sie es eben etwas ruhiger angehen. "Ich bin eher immer ein bisschen irritiert, wenn ich Leute sehe, die bei solchen Temperaturen noch sportlichen Aktivitäten nachgehen. Da haben Tiere uns vielleicht ein bisschen was voraus..."
Dennoch lassen sich die Tierpfleger einiges einfallen, um die Tiere gut durch den Sommer zu bringen. Den Ottern wird beispielsweise eine Eisbombe ins Wasser geworfen: Muscheln, Fische und ähnliche Leckereien werden mit Wasser zu einem Ball zusammen gefroren. Die Affen bekommen gefrorenes Fruchtmus und die Emus freuen sich auf eine Dusche aus dem Wasserschlauch oder dem Rasensprenger.
Manche mögens heiß… im Zoo Landau
Den Watussirindern, eigentlich heimisch in Afrika, kann es manchmal gar nicht warm genug sein: Sie liegen gerne auf dem aufgeheizten Sand, während ihre Gehege-Mitbewohner, die Pinselohrschweine, eine kühle Schlammsuhle bevorzugen. Die sibirische Tigerin Daria döst unterdessen gut verborgen unter den Bäumen und Sträuchern in ihrem Gehege.
Die Tiere hätten optimale Bedingungen hier im Sommer, sagt Heckel: "Wenn ich um diese Jahreszeit was sein möchte, dann am liebsten Zootier in Landau".